Netto heißt wieder Sudi. Zumindest in Bremen-Nord:
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Ostern ist bekanntlich im norddeutschen Gezeitenkalender das einzige Fest neben Weihnachten, das nicht nur Bäuche durch astronomischen Schokoladenkonsum anwächsen lässt, sondern auch als staatlich anerkanntes Lebertraining problemlos von der Steuer abgesetzt werden kann.
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2 Kilo schwerer, ein Dutzend Hassattacken reicher und drölfzig Hirnzellen ärmer ist sie nun endlich überlebt: die dickste Zeit des Jahres. Das Fest der Gefresse-Feste. Dieses Jahr sogar ganz klassisch mit Schnee. Der eigentlich Matsch war. Aber den sich jeder als Schnee schöngeredet hat. Weil das ja so romantisch ist. Weiße Weihnacht. Hach, wenn ich nur daran denke geht mir schon einer ab. Bin kurz davor, einen Blumenladen zu überfallen und ganz Bremen mit roten Rosen zu erdrosseln. Wie schön das doch wäre.
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Weihnachten. Das Fest der Nächstenliebe. Das Fest der Familie. Das Fest der hemmungslosen Völlerei, gefolgt von hemmungslos haltlosen Vorsätzen, im neuen Jahr ja all den krossen Winterspeck sofort wieder von den Hüften schieben zu wollen. Bei einigen klappt’s. Bei den meisten verhält sich das ganze aber eher wie ein Baumkuchen und legt sich Schicht für Schicht jedes Jahr auf die Sünden des Vorjahres.
Aber auch: Weihnachten, das Fest der Familie 2. Denn jeder hat bekanntlich zwei Familien. Die, gegen die man nichts machen kann – und die, für die man alles tun würde. In meiner Familie 2 hat es sich in den letzten Jahren zur schönen Tradition entwickelt, am ersten Weihnachtsfeiertag das Fest gemeinsam zu ertragen und sich an einem spirituellen Ort zu besinnlicher Trinkerei zu treffen. Der spirituelle Ort ist jedes Jahr der selbe – leicht zu reinigen, ohne wertvolle Gegenstände (bis auf zwei) und so abgelegen, dass man niemanden stört.
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Es ist Dienstag, der 22. Dezember 2009. Noch zwei Tage bis zum Fest. Der Countdown läuft, Baby!
Anders als gefühlte 236% der Deutschen bin ich weder in überschwinglicher Weihnachtsstimmung, noch habe ich Geschenke gekauft oder laufe mit einem weißen Bart im Gesicht durch die Gegend. Nein. Ich sitze mit meinem Ein-Tage-Bart im Büro, trinke wie jeden Morgen meinen Kaffee und genieße einen pappigen Spekulatius vom letzten Freitag (kleiner Witz am Rande: “Was essen Banker eigentlich zu Weihnachten?” – “Na, Spekulatius!”). Das ist dann aber auch Weihnachtscontent genug. Nicht falsch verstehen – ich bin kein Weihnachtsmuffel. Ganz im Gegenteil. Ich liebe es, beschenkt und bekocht zu werden! Nur diese ganze vorweihnachtliche halligalli-tüdelü-stressy-Geschenke-Sache muss ich mir nicht geben. Da arbeite ich lieber bis zum 23. durch, feiere bis in den heiligen Morgen hinein und starte dann zuhause mit der Familie gegen Mittag das Fest. Je nachdem, wie der Vorabend war, auch erst gegen Nachmittag.
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Was für ein wunderschöner dritter Advent. Es schneit nicht, es ist nur mittelkalt, ich besitze weder Adventskranz noch -kalender und der Nikolaus hat mich letztes Wochenende anscheinend von seiner Liste gestrichen, weil ich nicht artig war. Immerhin hält das Internet ein kleines Geschenk für mich bereit: