Kaffee. Das schwarze Gold. Grund zahlreicher Kriege und tiefer Verwürfnisse zwischen alteingeborenen Bohnenstämmen und drehstuhlbesessenen Büromannschaften. Dabei kann dieser wertvolle Rohstoff doch so viel Gutes spenden: erhöhte Reagibilität, Bluthochdruck und dekorative Kosmetik für Cafébesucher. Man muss nur die Regeln kennen.
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Die Eine-Tasse-ein-Glas-Regel
Beach-Officing
Lange wehrt sich der Körper gegen die ersten Sonnenstrahlen, energisch versucht das Gewissen, die Heimarbeit am Rechner voran zu treiben – aber am späten Nachmittag siegt dann doch der innere Strandhund und lässt die Reifen Richtung Ostseestrand quietschen wie Minnie Mouse beim Haarschleifen-Werksverkauf.
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Gehirn-Vegetarier
Die Welt verfault zunehmend. Zumindest, sobald es mit Vollgas Richtung Sommer geht. Ich will da niemandem seine zart aufblühenden Sommergefühle nehmen – aber laut pöbelnd mit Fußbällen friedliche Menschenmassen abzuschiessen ist nun wirklich nicht das, was von einem literarisch interessierten und akademisch qualifizierten Bildungsstand zeugt. Klar, Kultur ist nicht alles. Aber so’n büschn sozial kann man sich nach Außen schon geben, auch wenn man tief im inneren lediglich Gefühle für Sido und tote Hirnzellen pflegt.
Geographischer Gebietspatriotismus
Norddeutschland ist ja schon so’n büschn geil.
Wegen der Fischbrötchen zum Beispiel. Die sind nicht nur formschön, windschnittig und liegen gut in der Hand, sondern eignen sich auch ideal zur bewussten Ernährung für Menschen, die keine Tiere mit Füßen essen wollen.
Oder Seemannsknoten. Nirgendwo sonst in Deutschland wird Seemannsgarn so kunstvoll zu belastbaren Knoten verdreht, um entflohene Bierfässer einzufangen oder Teebeutel im Wasserbad aufzuhängen.
Die Dummheit des Menschen ist unantastbar
Jeder kennt das: man läuft fröhlich nach dem Mittagessen am Arbeitsplatz umher…denkt nichts böses…und plötzlich liegt dort eine schlafende, fünfköpfige, feuerspeiende Kuhkassenschlange. Mir nichts, dir nichts hat man sie in der Hand und will sich nur flugs mit ihr in der Teeküche die Nasenhaare schneiden – da entfacht das Monster einen lodernden Brand an einem alten Kaffeefilter, der sich nur durch den Einsatz immenser Mengen von innovativem, neuestem Löschmittel unter Kontrolle bringen lässt: Wasser. Ein bis zwei Glas voll.
Solche Pannen passieren. Jeden Tag in deutschen Büros und Werkstätten. Wer hat noch nicht vom gemeinen Druckluftdarm gehört?
Ja, richtig! Damit ist nicht etwa das Resultat der Kohlfahrt vom Vortag gemeint, sondern in der Tat das, wonach es klingt.
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Fressnachten und suchbare Blondinen
2 Kilo schwerer, ein Dutzend Hassattacken reicher und drölfzig Hirnzellen ärmer ist sie nun endlich überlebt: die dickste Zeit des Jahres. Das Fest der Gefresse-Feste. Dieses Jahr sogar ganz klassisch mit Schnee. Der eigentlich Matsch war. Aber den sich jeder als Schnee schöngeredet hat. Weil das ja so romantisch ist. Weiße Weihnacht. Hach, wenn ich nur daran denke geht mir schon einer ab. Bin kurz davor, einen Blumenladen zu überfallen und ganz Bremen mit roten Rosen zu erdrosseln. Wie schön das doch wäre.
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