Hose sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Kaffee ist heiß, so stark, dass nicht nur ein Löffel sondern gleich eine ganze Besteckschublade darin stehen könnte und von überragender, im-Laden-frisch-gemahlener Qualität. Das Wetter verbreitet gute Laune – zumindest wenn man in den Himmel schaut und die 15 Zentimeter Neuschnee am Boden mal großzügig übersieht.
Und trotzdem geht nix. Hirnblockade. Bock auf nix. Nichtmal Bockwurst. Oder Boxen. Oder Bogenschießen. Oder Borreliose.
An manchen Tagen verteufelt man die Symbiose, die man vor vielen Jahren mit dem Hirn eingegangen ist. Sah ja schließlich nach nem erstklassigen Produktbündel aus: Hirn trifft Körper. Einer plant, der andere setzt um. Der eine knallt sich die Hucke voll, der andere torkelt nach Hause.
Aber heute ist so ein Tag, an dem das Team am Boden liegt. K.O. in der zweiten Runde. Der Körper will flitzen, der Kopp will sitzen. Eine Woche Dauerstrom sind wohl auch für ein so überdurchschnittlich stressresistentes und kuscheliges Gehirn wie meins zu viel.
Vielleicht liegt es aber auch an dem Nahtoderlebnis, welches ich gestern auf dem Weg nach Hause hatte: Busfahren bei Wintereinbruch!
