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Waschmaschinensharing

Als arbeitsloser Student fällt einem so manch sinnloser Krams ein, mit dem man nicht nur den eigenen Tag kurzweilig gestalten sondern auch die Nachbarn in den Tagesablauf interaktiv einbinden kann. Reißzwecken vor dem Fahrradständer verteilen ist so ein Spielchen. Oder das gute alte Kettenfett am Lenkergriff.

Besonders schön ist es auch, die Wäsche anderer Nachbarn aus der Waschmaschine zu nehmen und sie nach Peinlichkeit sortiert auf dem Trockner zu drapieren – beginnend mit dem grauen Feinrippunterhemd und endend mit BHs und Tangas im Retro-Used-Look, wie sie in den Hippie-Pornos der 60er Jahre beliebt waren.
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Veröffentlicht in Gedöns | 16. Juni 2010

Miethaare

Mietshäuser sind etwas ungemein praktisches. Auch geringverdienende Menschen (wie Studenten) haben durch sie die Möglichkeit, ein meist dichtes Dach über dem Kopf und drei bis vier Wände um sich herum zu besitzen, ohne große Investitionen tätigen zu müssen. Lediglich eine kleine, monatliche Nutzungsgebühr fällt als Unkostenbeitrag an.

Auch ich nutze ein solches, kostengünstiges Mietangebot. Mit direktem Blick auf die Mauer. Was in Berlin als Audruck von kulturellem Interesse und Bildung angesehen wird, bedeutet bei mir einfach nur, dass ich auf einer Garage wohne und um mich herum nur Häuserwände habe. Fördeblick inklusive. Falls die mal 20 Meter hoch über die Ufer tritt.

Grünflächen direkt vor dem Fenster.


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Veröffentlicht in Gedöns | 28. März 2010