Artikel-Tags: „menschen“

 

Hemmungslose Havana-Hüte

Das weltgröße Vollfest Volksfest des norddeutschen Zarenreiches der adligen Flachlandalkoholiker hat die nördlichste, noch erwähnenswürdige Stadt Deutschlands in seinen Bann gezogen:
Die Kieler Woche lockt noch bis zum kommenden Sonntag Süßwassermatrosen, Möchtegernmakrelen und Tiefkühltruhenpiraten an ihre Fressbuden und Saufstände.

Als ausgewiesener Wirtshauswirtschaftsankurbler und passionierter Betrinker Biertrinker lädt der gemeine Pseudo-Student sich natürlich trinkfeste Wochenendgesellschaft ein, um nicht völlig sozialentfremdet der allgemeinen Aufmerksamkeit ob des eigenen Alkoholkonsum ausgesetzt zu sein. Wie bei einer Horde pink gekleideter Schornsteinfeger mit orangenen Bauarbeiterwarnwesten zerstreut sich in der Gruppe das verächtigende Blickwerk der (wenigen) nüchternen Festgäste über multiple Individuen und verletzt zwischenmenschlich korrekt nicht die Gefühle eines Einzelnen.

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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 22. Juni 2010

Shoppingfrust im Outlet-Center

Gestern klingelte das Telefon. Meine Bank war dran. Sie müssten mir mein Konto schließen, hieß es. Weil es voll wäre. Praktikantengehalt und Weihnachtsgeschenkegeld zugleich sind einfach zu viel für ein Konto, das es gewohnt ist, mit einer roten Nase durch die Gegend zu laufen. “Das ist wie der Magen eines Übergewichtigen. Der ist es auch gewohnt, immer gefüllt zu sein. Genauso ist es bei ihrem Konto – nur andersrum.” – Achso. Mein Konto führt also ein Eigenleben und ist magersüchtig. Na herzlichen Glückwunsch. Ich weiß schon, warum ich später keine Kinder will. Wenn das schon mit nem Girokonto nicht klappt…
Zum Glück kenne ich meinen personal Kundenberatertrainer aus der ein oder anderen Kindheit sehr gut und konnte ihn dazu bewegen, mir ein paar Tage Aufschub zu gewähren, um für eine adäquate Lösung des Problems zu sorgen. Eins war klar: die Kohle muss raus!
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Veröffentlicht in Gedöns | 30. Dezember 2009

Nase hoch, Klappe zu

Boahh, das muss ich mir ja noch kurz von den geschwollenen Mandeln schreiben:
Der gemeine Berufspendler sortiert sich ja für gewöhnlich in eines von zwei Lagern ein. Entweder, er quatscht morgens in der Bahn alles dicht, was sich bewegt und in irgendeiner Art und Weise eine Reaktion zeigt (das sind dann meist gleichzeitig Mitglieder der Gruppe der betrunkenen Berufs-Pendler) – oder er ist einfach nur ruhig und froh, mit niemandem ein Wort wechseln zu müssen und sitzt still auf seinem Platz (das ist zum Glück die weit überwiegende Mehrheit, zu der ich mich ebenfalls zähle. Tiefgreifende Gespräche vor Dienstbeginn gehen einfach mal gar nicht).
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Veröffentlicht in Kurz notiert | 10. Dezember 2009