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Hausmannsarbeit

Buchen sollst du suchen, Weiden sollst du meiden

Außerdem:

Linden sollst du finden, Eicheln sollst du streicheln.

Oder so ähnlich.

Ganz und gar Bäume meiden sollten primärgeschlechtlich Benachteiligte, deren Karren sauberer blitzen als die Fingernägel einer schwedischen Prinzessin vor ihrer Hochzeit mit einem stauballergischen Manikeur, der einen ausgeprägten Hang zur Sauberkeit hat.

Neidfaktor auf einer Skala von 0 bis 10: 12. Mit Sternchen.


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Veröffentlicht in Gedöns | 5. Juli 2010

Beach-Officing

Pedale Aussichten

Lange wehrt sich der Körper gegen die ersten Sonnenstrahlen, energisch versucht das Gewissen, die Heimarbeit am Rechner voran zu treiben – aber am späten Nachmittag siegt dann doch der innere Strandhund und lässt die Reifen Richtung Ostseestrand quietschen wie Minnie Mouse beim Haarschleifen-Werksverkauf.
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Veröffentlicht in Gedöns | 28. Juni 2010

Fuß-Geballe

So schaut man nur in Norddeutschland Fußball:

Dekorative Kreuzfahrtschiffe

Während sich Deutsche und Engländer um Tore kloppen, die keine waren, genießt der Wahl-Kieler-Wochler die einmalige Skyline einer Stadt, in der die Parkplatzprobleme des kleinen Mannes Angesichts der Ausmaße eines Panama-Rentnerkreuzfahrtdampfers zur Mücke auf der Windschutzscheibe eines LKW zusammenschrumpfen.
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Veröffentlicht in Gedöns | 27. Juni 2010

Gehirn-Vegetarier

Die Welt verfault zunehmend. Zumindest, sobald es mit Vollgas Richtung Sommer geht. Ich will da niemandem seine zart aufblühenden Sommergefühle nehmen – aber laut pöbelnd mit Fußbällen friedliche Menschenmassen abzuschiessen ist nun wirklich nicht das, was von einem literarisch interessierten und akademisch qualifizierten Bildungsstand zeugt. Klar, Kultur ist nicht alles. Aber so’n büschn sozial kann man sich nach Außen schon geben, auch wenn man tief im inneren lediglich Gefühle für Sido und tote Hirnzellen pflegt.


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Veröffentlicht in Gedöns | 3. Juni 2010

Knowledge Enlargement (feat. Cocktails)

Das Leben eines Primaten Diplomaten Diplomanden ist hart. Freie Wochenenden, die durch gar willkürliche Aneinanderreihung von christlichen Feiertagen mehr als nur grundlos verlängert werden, wollen mit Spiel, Spaß, Spannung und Unterhaltung gefüllt werden. Gar nicht so leicht, wenn man in einer Stadt lebt, deren komplettes Nachtleben man an guten Tagen in zwei Nächten mit dem Fahrrad erschließen kann.

Zumindest die höherklassige Abendgestaltung in Gesellschaft von Menschen, die nicht unbedingt mit der Spritze im Arm oder an der Pillenbox hängend geboren wurden, stellt da manchmal ein Problem dar, das sogar die Architekten der Cheops-Pyramide erblassen lassen hätte.

Cocktails sind da immer eine gute Idee.

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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 25. Mai 2010

Subkulturelle Ouvertüre

Olé, olé, super Universitiätsbibliothek, olé!
Das tolle an einer Wohnung, die Wasser anzieht wie Candis-Zucker den Ostfriesen, ist, dass man vom Hausmeister eher oft als selten zu mehr oder minder freiwilligen Ausflügen in die Natur genötigt wird. Während daheim der freundliche Freimaurer Artur unter massiver Anwendung von südslawischen Flüchen den Putz von meiner verschimmelten Außenwand hämmert, suche ich als geschundener Mieter Zuflucht an einem Ort der Ruhe, Konzentration, des Wissens und der Intelligenz.
Zudem wurde mir geflüstert, dass aktives Bibliothekieren gegen Schlafstörungen und Damenbärte an männlichen Nasenscheidewänden hilft.
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Veröffentlicht in Gedöns | 27. April 2010

Eierrad

Die fetten Tage sind vorbei!

Grillgemüse im knusprigen Backmantel

Gestern Abend habe ich auf MC Winkels Blog ein exklusives und über alle Maßen vertrauenswürdiges (da unbekannter Herkunft) PDF gefunden, welches das “Sixpack in drei Monaten” verspricht.

Ich glaube ja nun längst nicht jeden Scheiss. Vor allem nix, was mit Gesundheit, Ernährung und Körperformung zu tun hat und aus dem Pickelface-verseuchten Internet stammt, in dem jeder Vollpfosten nervtötende Videos und hirnverbrannte Halbwahrheiten veröffentlichen kann.
Aber wenn mir ein dreiseitiges Dokument dubioser Herkunft sagt, dass ich nach 18 Uhr kein Brot mehr essen und stattdessen Wein trinken soll, dann wäre ich doch bescheuert, wenn ich das nicht machen würde! Und die paar Liegestütze morgens vor dem Aufstehen bekomme ich auch gerade noch hin.
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Veröffentlicht in Gedöns | 22. März 2010

Krea-Tief und Bob, der Busfahrer

Hose sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Kaffee ist heiß, so stark, dass nicht nur ein Löffel sondern gleich eine ganze Besteckschublade darin stehen könnte und von überragender, im-Laden-frisch-gemahlener Qualität. Das Wetter verbreitet gute Laune – zumindest wenn man in den Himmel schaut und die 15 Zentimeter Neuschnee am Boden mal großzügig übersieht.
Und trotzdem geht nix. Hirnblockade. Bock auf nix. Nichtmal Bockwurst. Oder Boxen. Oder Bogenschießen. Oder Borreliose.
An manchen Tagen verteufelt man die Symbiose, die man vor vielen Jahren mit dem Hirn eingegangen ist. Sah ja schließlich nach nem erstklassigen Produktbündel aus: Hirn trifft Körper. Einer plant, der andere setzt um. Der eine knallt sich die Hucke voll, der andere torkelt nach Hause.
Aber heute ist so ein Tag, an dem das Team am Boden liegt. K.O. in der zweiten Runde. Der Körper will flitzen, der Kopp will sitzen. Eine Woche Dauerstrom sind wohl auch für ein so überdurchschnittlich stressresistentes und kuscheliges Gehirn wie meins zu viel.

Vielleicht liegt es aber auch an dem Nahtoderlebnis, welches ich gestern auf dem Weg nach Hause hatte: Busfahren bei Wintereinbruch!


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Veröffentlicht in Gedöns | 6. März 2010

Melancholie-Küchenparty

Auch ein ausgesprochenes Hart-Ei hat unter seiner Titanschale einen butterweichen Lebkuchenkern. Verrückt. Wozu eigentlich?
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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 28. Februar 2010

Aus, der Traum

Traurig, aber wahr: auch im Leben eines Musterpraktikanten gibt es Kalendereinträge, die wichtiger als jedes Praktikum sind. Zum Beispiel die letzte Prüfung des harten, steinigen und von Leid geprägten Studiums. Da muss man Prioritäten setzen. Entweder weiter in Saus und Braus bei einem (ausreichenden) Hungerlohn leben, in einer klasse WG wohnen und eine Stadt abfeiern, die einem erst jetzt so richtig ans Herz zu wachsen beginnt – oder wieder ab in den Schützengraben des Uni-Bunkers, der zwar im Sommer nen netten Strand hat, aber sonst eher die Attraktivität einer runzligen Kartoffel besitzt.
Karriereschweine entscheiden sich natürlich immer für die Kartoffel. Egal, wie alt und faltig sie ist.
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Veröffentlicht in Gedöns | 24. Februar 2010