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Chilenische Acappella-Panflöten-Combo

Balanceakt, der sonst nur von russischen Zirkusakrobaten beherrscht wird.

Konfus in der Ecke rumstehen war gestern.
Heute steht man auf, dreht sich im Kreis und rennt panisch Richtung Panty-Küche Pantryküche, weil der Kaffee ja kurz vorm Überlaufen sein müsste – wenn man ihn nicht bereits vor 10 Minuten fertig gebrüht neben sich auf den Schreibtisch gestellt hätte.

Mancher hat eben das Kurzzeitgedächtnis eines sibirischen Steppenwiesels, welches ja dafür bekannt ist, nicht nur seinen eigenen Namen, sondern oft auch seine Beine und Ohren zu vergessen. Doch ein wenig mehr Hirnleistung wäre im normalen Alltag dann doch ganz praktisch. Die Macht der Klebezettel lässt nämlich leider nach, sobald man Wände und Büromöbel bis auf den letzten Quadratzentimeter zugekleistert hat. Da hilft nur eins: digitale Unterstützung. Nur kann so ein Google Calendar auch mal aus allen Nähten platzen. Oder wunderschön ignoriert in seiner eigenen Suppe kochen.
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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 26. April 2010

Servicetangas

Gilt es als kundenorientierter Service, wenn man bei der schnieken Discounter-400-Euro-Kraft den Tanga sehen kann? Ich denke: ja.

Die “Servicewüste Deutschland” ist in Wirklichkeit eine versteckte Oase der freundlichen Kundenverarsche, liebreizenden Angebotserstellung und des knallharten After-Sale-Services! Man muss nur den richtigen Eingang nehmen.

Denn auch Hotlinemitarbeiter können freundlich sein. Wenn man ebenso freundlich ist. Und sie können sich ausziehen. Wenn man sich ebenso auszieht.
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Veröffentlicht in Gedöns, Mädels | 29. März 2010

Katertäge

Die gefährlichsten Abende sind bekanntlich die, mit denen man nicht gerechnet hat. Und die, mit denen man rechnen musste. Die Kategorie “Okay, nur 1-2 Bier! Diesmal aber wirklich!” enthält da prädestinierte Kandidaten. Solche, bei denen man aus freiwilliger Selbstkontrolle schon extra wenig Bargeld mitnimmt und sich am nächsten Morgen darüber freut, sogar noch ein paar Scheine übrig behalten zu haben. Um dann einen Tag später im Onlinebanking zu sehen, dass man offensichtlich auch im Vollsuff noch fähig ist, vier Zahlen in der richtigen Reihenfolge in den Geldautomaten zu hacken.

Da geschieht’s einem ganz recht, dass man am Tag danach flach wie ne Flunder in der Koje liegen bleiben muss. Akute Kateritis, ausgelöst durch alkoholile spongiforme Zerphallopathie.


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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 12. März 2010

Gleitmitteltag

Eine wissenschaftliche Studie der MacGyver-Universtität in Phoenix hat herausgefunden, dass sich die Motivation von 90% aller Angestellten zu Beginn der Woche auf einem historischen Tief befindet, um dann im Laufe der Woche anzusteigen und am Freitag erneut abzuflachen. Man nennt das auch die “Hupenfels’sche Brustkurve”.

Motivationskurve eines durchschnittlichen deutschen Angestellten


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Veröffentlicht in Gedöns | 25. Januar 2010

Die Dummheit des Menschen ist unantastbar

Jeder kennt das: man läuft fröhlich nach dem Mittagessen am Arbeitsplatz umher…denkt nichts böses…und plötzlich liegt dort eine schlafende, fünfköpfige, feuerspeiende Kuhkassenschlange. Mir nichts, dir nichts hat man sie in der Hand und will sich nur flugs mit ihr in der Teeküche die Nasenhaare schneiden – da entfacht das Monster einen lodernden Brand an einem alten Kaffeefilter, der sich nur durch den Einsatz immenser Mengen von innovativem, neuestem Löschmittel unter Kontrolle bringen lässt: Wasser. Ein bis zwei Glas voll.

Solche Pannen passieren. Jeden Tag in deutschen Büros und Werkstätten. Wer hat noch nicht vom gemeinen Druckluftdarm gehört?
Ja, richtig! Damit ist nicht etwa das Resultat der Kohlfahrt vom Vortag gemeint, sondern in der Tat das, wonach es klingt.
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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 13. Januar 2010

Freitag(zu)früh

5:50 Uhr Der Wecker klingelt. Vollkommen sinnlos, da ich in der Nacht eh gefühlt keine Sekunde geschlafen habe. Trotz Sport und engagierter Biervernichtung am Vorabend. Aber das kann der Wecker ja nicht wissen.

5:55 Uhr Nach einmaligem Snooze erblicke ich das Elend des Tages durch Augen von der Qualität eines EC-Karten-Schlitzes und verlasse das Bett.

6:10 Uhr Nach anfänglichen Überlegungen entscheide ich nach der Waschung, die Rasur auf morgen zu verschieben. In einem Büro voller Kerle kann eine zusätzliche Demonstration von übermäßiger Testosteronproduktion nur förderlich sein.
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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 8. Januar 2010

Weihnachten. Trari, trara.

Es ist Dienstag, der 22. Dezember 2009. Noch zwei Tage bis zum Fest. Der Countdown läuft, Baby!
Anders als gefühlte 236% der Deutschen bin ich weder in überschwinglicher Weihnachtsstimmung, noch habe ich Geschenke gekauft oder laufe mit einem weißen Bart im Gesicht durch die Gegend. Nein. Ich sitze mit meinem Ein-Tage-Bart im Büro, trinke wie jeden Morgen meinen Kaffee und genieße einen pappigen Spekulatius vom letzten Freitag (kleiner Witz am Rande: “Was essen Banker eigentlich zu Weihnachten?” – “Na, Spekulatius!”). Das ist dann aber auch Weihnachtscontent genug. Nicht falsch verstehen – ich bin kein Weihnachtsmuffel. Ganz im Gegenteil. Ich liebe es, beschenkt und bekocht zu werden! Nur diese ganze vorweihnachtliche halligalli-tüdelü-stressy-Geschenke-Sache muss ich mir nicht geben. Da arbeite ich lieber bis zum 23. durch, feiere bis in den heiligen Morgen hinein und starte dann zuhause mit der Familie gegen Mittag das Fest. Je nachdem, wie der Vorabend war, auch erst gegen Nachmittag.
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Veröffentlicht in Gedöns | 22. Dezember 2009

Herzhaft Mild das Telefon anschreien

Tag 2 KzH. So langsam beginnt der Lagerkoller. Ich bin es einfach nicht mehr gewohnt, so lang in der Bude zu hocken und darauf zu warten, das etwas passiert.
Da hilft nur eins: Schlafen. Das fördert bekanntermaßen die Regeneration und hilft dabei, die Zeit vergehen zu lassen. Leider fördert es auch die Gefahr, in tückischen Halbschlaf zu verfallen. Der Halbschlaf, in dem man schon irgendwelchen Mist träumt, nebenher aber auch noch reichlich Umgebungsgeräusche wahrnimmt. Besonders witzig wird’s dann, wenn der Kopf nicht mehr klarkommt und beides vermischt.
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Veröffentlicht in Gedöns | 9. Dezember 2009

Gerüstbauern

Heute ist Samstag. Ich weiß. Aber es fühlt sich an wie Sonntag. Irgendwie. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich das erste mal seit Wochen Samstags nicht in Bremen aufwache, sondern in Hannover. Dieses Wochenende mache ich nämlich mal nen ruhigen. No Party. No Alcohol. No Girls. Warum? Weil ich auch mal Wochenende haben will. Ausruhen. Bis zehn im Bett liegen. Kaffee im Bett trinken. Schluffi-Look so lang ich will.
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Veröffentlicht in Kurz notiert | 21. November 2009