Die umgangssprachliche Lage in Österreich und der Schweiz ist mir nicht bekannt, aber vielleicht gilt der folgende Sachverhalt für die beiden Südausläufer Deutschlands ebenso.
Tagtäglich laufen einem in unseren schönen Städten, Dörfern und Gemeinden Beleidigungen über den Weg. Als qualifizierter Ausdruck des eigenen Low-Level-IQ dienen sie der Aussendarstellung des eigenen Unvermögens, sich mit einer klärenden Diskussion einem gemeinsamen Konsens zu nähern.
Das ist okay so. Ohne den nötigen Pepp sind Beziehungen ja auch lahm wie ein ausgeleiertes Gummiband – ein wenig Action bereichert das Leben. Streitereien, Flüche und Beleidigungen sind da sowas wie das Sambal Oelek im Salz der weihnachtlichen Hühnersuppe: die eine Hälfte der Familie bringt es zum Husten und Weinen, während die andere Hälfte sich wie ein Kleinkind über zitronenfrische Windeln an einem wundervollen Sommertag freut.
Was aber gar nicht geht: wenn der Pöbler selbst nicht einmal weiss, was er eigentlich seinem Gegenüber vermitteln will. Wenn die vermutlich letzte Gehirnzelle nicht einmal mehr ein Schimpfwort korrekt zusammensetzen kann.
Wenn da sowas bei rauskommt:
Lern’ fluchen, Affenkind!
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