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Geographischer Gebietspatriotismus

Norddeutschland ist ja schon so’n büschn geil.

Balztanz der Fördeschiffe: kecke Küstenwache kokettiert klobigen Kanaldampfer.

Wegen der Fischbrötchen zum Beispiel. Die sind nicht nur formschön, windschnittig und liegen gut in der Hand, sondern eignen sich auch ideal zur bewussten Ernährung für Menschen, die keine Tiere mit Füßen essen wollen.

Oder Seemannsknoten. Nirgendwo sonst in Deutschland wird Seemannsgarn so kunstvoll zu belastbaren Knoten verdreht, um entflohene Bierfässer einzufangen oder Teebeutel im Wasserbad aufzuhängen.

Weltbier. Und Astra.


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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 28. März 2010

Gleitmitteltag

Eine wissenschaftliche Studie der MacGyver-Universtität in Phoenix hat herausgefunden, dass sich die Motivation von 90% aller Angestellten zu Beginn der Woche auf einem historischen Tief befindet, um dann im Laufe der Woche anzusteigen und am Freitag erneut abzuflachen. Man nennt das auch die “Hupenfels’sche Brustkurve”.

Motivationskurve eines durchschnittlichen deutschen Angestellten


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Veröffentlicht in Gedöns | 25. Januar 2010

Urig rumkneipen

Als Praktikant fühlt man sich ja manchmal dann doch schon wie ein fertiger Ingenieur. Man erhält schließlich eigene Arbeitsaufträge, die man selbstständig und in Eigenregie bearbeiten darf, um sie dann im Anschluss an die Fertigstellung entweder kugelförmig Richtung Papierkorb zu befördern oder im Archiv bis zum jüngsten Gericht zu lagern und anschließend zu vergessen.

Wenn man sich dann eh schon als vollwertige Arbeitskraft sieht, kann man sich ja auch mal wie eine vollwertige Arbeitskraft benehmen – und nach Feierabend das Tageswerk mit einem ordentlichen Bierchen begießen. Wahlweise als Belohnung für die geschaffte Arbeit, oder um die eigene Unproduktivität zu vergessen.
So geschehen Dienstag. Man lebt ja nur siebenmal. Also muss auch die Zeit unter der Woche genutzt werden.
In Hannover gibt es da eine Kneipe, die über die Mauer hinweg bekannt zu sein scheint: Das Plümecke.
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Veröffentlicht in Feierei, Kurz notiert | 22. Januar 2010

Freitag(zu)früh

5:50 Uhr Der Wecker klingelt. Vollkommen sinnlos, da ich in der Nacht eh gefühlt keine Sekunde geschlafen habe. Trotz Sport und engagierter Biervernichtung am Vorabend. Aber das kann der Wecker ja nicht wissen.

5:55 Uhr Nach einmaligem Snooze erblicke ich das Elend des Tages durch Augen von der Qualität eines EC-Karten-Schlitzes und verlasse das Bett.

6:10 Uhr Nach anfänglichen Überlegungen entscheide ich nach der Waschung, die Rasur auf morgen zu verschieben. In einem Büro voller Kerle kann eine zusätzliche Demonstration von übermäßiger Testosteronproduktion nur förderlich sein.
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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 8. Januar 2010

Rezept: Feuerzangenbowle an gummiertem Holzpenis

Weihnachten. Das Fest der Nächstenliebe. Das Fest der Familie. Das Fest der hemmungslosen Völlerei, gefolgt von hemmungslos haltlosen Vorsätzen, im neuen Jahr ja all den krossen Winterspeck sofort wieder von den Hüften schieben zu wollen. Bei einigen klappt’s. Bei den meisten verhält sich das ganze aber eher wie ein Baumkuchen und legt sich Schicht für Schicht jedes Jahr auf die Sünden des Vorjahres.

Aber auch: Weihnachten, das Fest der Familie 2. Denn jeder hat bekanntlich zwei Familien. Die, gegen die man nichts machen kann – und die, für die man alles tun würde. In meiner Familie 2 hat es sich in den letzten Jahren zur schönen Tradition entwickelt, am ersten Weihnachtsfeiertag das Fest gemeinsam zu ertragen und sich an einem spirituellen Ort zu besinnlicher Trinkerei zu treffen. Der spirituelle Ort ist jedes Jahr der selbe – leicht zu reinigen, ohne wertvolle Gegenstände (bis auf zwei) und so abgelegen, dass man niemanden stört.
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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 27. Dezember 2009

Wetten, dass…? Letten-Spaß…!

Endlich Samstag. Der schönste Tag der Woche. Der Sonntag des Freitags. Die Krönung der Schöpfung. Der Gammeltag No. 1. Warum? Darum!

Als leitender leidender Angestellter im Praktikum hat man sich sein Wochenende schließlich verdient. Man kann eben nicht jeden Unwerktag mit Weihnachtsfeiern und Kuppelzügen verbringen. Zumindest die Weihnachtsfeierlichkeiten lassen sich ja auch auf die Arbeitstage verlegen. So geschehen diesen Donnerstag. Geplant war ein gemütlicher Glühweinbudenbummel mit Praktikantenkollegen und ausgewählten, junggebliebenen Festangestellten. Herausgekommen ist dabei eine brasilianische Nacht mit reichlich Glühwein und ohne Heimschlaf.
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Veröffentlicht in Gedöns | 5. Dezember 2009