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Sonntagabend-Reinfälle

Da sitzt man mal wieder vereinsamt und end-verwaist auf dem Sofa, schaut das fünfte Mal den Actionfilm mit dem Helden, der man nie sein wird und tappt hinterrücks in die Stolperfalle der Bewegtbildwelt: die erste Werbepause.

Schlimmer als die Nötigung, sich die (gefühlten) kommenden 25 Minuten mit unwichtigem Hirngewäsch auseinandersetzen zu müssen, welches sogar ein ADS-Kind schneller in den Schlaf wiegt, als Chloroform das Sandmännchen, ist die Tatsache, dass man mal wieder vollkommen unvorbereitet und überrascht in den Werbeblock gerissen wird.
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Veröffentlicht in Gedöns | 26. September 2010

5-Minuten-Freiheit für Kuba

Instant-Freiheit. Wichtig: Zubereitung auch mit Sekt möglich!

Außer Zigarren, Diktatoren-Eigentumswohnungen und Rum gibt’s auf Kuba ja bekanntlich nix. Kein Wunder, dass die anfangen, ihre Cash-Cows auch als Instant-Pulver in alle Welt zu verkaufen.

Stiftung Warentest sagt: Zigarillo-Backpulver würde auch keiner kaufen…

Veröffentlicht in Einkaufsgedöns, Gedöns | 26. September 2010

Tussitrinkerei

Jungs, aufgepasst: Daiquiri = Mädchendrink.
Hätte mir die Bedienung ruhig mal sagen können, als  ich in Erwartung eines kubanischen Barerlebnisses diesen Daiquiri Mulata bestellte. Soo metro schau ich doch nu wirklich nich aus.

Szenegetränk ostwestlicher Geldmädchen


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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 30. Juli 2010

Sommeranfang. Nicht.

1. Juni 2010. Rein Körper-Uhrzeittechnisch müsste heute der Sommer mit Pauken und Trompeten in Deutschland einfallen.
Ist aber nicht so.
12,7 °C. Nicht wirklich warm.
Das erinnert mich an meinen zeitweisen Tourpartner beim Zivildienst. “Zwei Gradus!” sagte Arthur morgens um sechs immer, wenn es im Winter Richtung Fahrzeughalle ging und wir uns gegenseitig die Eier abfroren. Nur meinte Arthur, der deutscheste Russe, den ich je gesehen habe, mit “Zwei Gradus!” die Zahl der Wodkagläser, die er bereits vor der Arbeit geleert hatte…

Wenn das mit dem Wetter so weitergeht und ich nicht bald wie gewohnt Mitte Juni nackt und mit Schlagsahne im Gesicht durch die Innenstadt joggen kann, dann steige ich auch auf Hilfsmittel um. Lichttherapie. Und Cuba-Libre-Therapie. Arbeitslose beschweren sich ja schließlich auch nicht übers Wetter – Schnaps scheint also zu helfen und eine latente Wettergleichgültigkeit zu fördern.

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 1. Juni 2010

Fressnachten und suchbare Blondinen

2 Kilo schwerer, ein Dutzend Hassattacken reicher und drölfzig Hirnzellen ärmer ist sie nun endlich überlebt: die dickste Zeit des Jahres. Das Fest der Gefresse-Feste. Dieses Jahr sogar ganz klassisch mit Schnee. Der eigentlich Matsch war. Aber den sich jeder als Schnee schöngeredet hat. Weil das ja so romantisch ist. Weiße Weihnacht. Hach, wenn ich nur daran denke geht mir schon einer ab. Bin kurz davor, einen Blumenladen zu überfallen und ganz Bremen mit roten Rosen zu erdrosseln. Wie schön das doch wäre.
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Veröffentlicht in Gedöns | 28. Dezember 2009