Archiv für die Kategorie „Kurz notiert“

 

Sommeranfang. Nicht.

1. Juni 2010. Rein Körper-Uhrzeittechnisch müsste heute der Sommer mit Pauken und Trompeten in Deutschland einfallen.
Ist aber nicht so.
12,7 °C. Nicht wirklich warm.
Das erinnert mich an meinen zeitweisen Tourpartner beim Zivildienst. “Zwei Gradus!” sagte Arthur morgens um sechs immer, wenn es im Winter Richtung Fahrzeughalle ging und wir uns gegenseitig die Eier abfroren. Nur meinte Arthur, der deutscheste Russe, den ich je gesehen habe, mit “Zwei Gradus!” die Zahl der Wodkagläser, die er bereits vor der Arbeit geleert hatte…

Wenn das mit dem Wetter so weitergeht und ich nicht bald wie gewohnt Mitte Juni nackt und mit Schlagsahne im Gesicht durch die Innenstadt joggen kann, dann steige ich auch auf Hilfsmittel um. Lichttherapie. Und Cuba-Libre-Therapie. Arbeitslose beschweren sich ja schließlich auch nicht übers Wetter – Schnaps scheint also zu helfen und eine latente Wettergleichgültigkeit zu fördern.

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 1. Juni 2010

Kreative Keramikabteilungseinrichtung

Kreationismus Kreativität ist gefragter denn je. Kreative Köpfe sorgen für eine lockere Arbeitsatmosphäre und frische Ideen, die keinen weiterbringen, aber nett ausschauen. Das bei manchen Kreativkanonen der Kopf aber doch nur dazu da ist, damit es nicht in den Hals regnet, musste ich bei der Entdeckung dieser Objekte feststellen:

Kamasutra-Toilettenpapier


Blogpost weiterlesen »

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 17. Mai 2010

Gummeldays

Auch im Leben eines grenzenlos fröhlichen, von Menschenhass und Arschkrampenverachtung geprägten und mit unfassbaren Vorräten an Lebensenergie gesegneten Menschen kommt einmal das Wochenende, das ihn total niederringt. Ein Wochenende, das auch am Dienstag danach noch immer zu totaler Lethargie und vollkommener Schläfrigkeit führt.

Ein Dienst-Tag, wie er bei Bettentestern als Arbeitstag mit gewerkschaftlich untragbar vielen Überstunden gehandelt werden würde. So ein Tag, an dem die zombiemäßige Supermarkt-Wanderung den einzig vorzeigbaren Tageserfolg darstellt und man sich kaum traut, anderen Zombies zu beichten, was man alles (nicht) geschafft hat.
Blogpost weiterlesen »

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 12. Mai 2010

Fleischwurstzahlung

Südlich des Weißwurschtäquators herrschen ja doch recht gewöhnungsbedürftige Zustände.

Apotheken verweisen oft bereits in ihrem Namen auf unkonventionelle Spezialbehandlungen


Blogpost weiterlesen »

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 11. Mai 2010

Einkaufsparallelitäten ohne Hypotenuse

Das Leben ist wie ein Supermarkt. Zunächst fährt man locker haferflockig durch die süßlich eingerichtete Perfekte-Welt-Frühstücksecke, darauf folgt die schmutzige, von verschrobenen, langsamen Rentnern belagerte, aber dennoch Gesundheit und Jugend ausstrahlende Gemüseabteilung, danach versackt man bei der Fertigpizza und der ranzig-flauschigen Wurst- und Käsetheke, um am Ende im Schnapslager die Kehle von den erlebten Eindrücken freizuspülen.

In erster Linie geht es doch immer nur um rosafarbenen Honig. Erst danach kommen Geld und Sex.


Blogpost weiterlesen »

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 11. Mai 2010

Verlockende Puffs

Als penibler Puffpatron habe ich ja schon viele verrückte Geschäftsmodelle im horizontalen Gewerbe gesehen – vom Swingerclub für bananophobe Affen über die Popomühle mit Mahlsteinen für kranke SM-Spielchen bis hin zum grenznahen Discounter-Puffbettenbunker, in dem nicht nur die Preise sondern auch der IQ der Kunden besonders tief sind.

Wer hingegen auf Sex mit heissen Hochsteckfrisuren steht, sollte es vielleicht mal hier versuchen:

Nackte Locken schamlos durchgestuft


Blogpost weiterlesen »

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 11. Mai 2010

Tomatensaft im Möhrenkostüm

Manchereiner ist ein Sensibelchen. Und heult schon, wenn der Praktikant einen Löffel Kaffeepulver zu viel in die Abteilungsbrühmaschine gekippt hat. Oder wenn die Zwiebeln im Kartoffelsalat aus Griechenland und nicht aus Ägypten stammen.
Ich bin da anders. Ich esse und trinke alles, was mein angeborener Überlebensinstinkt den Gaumen passieren lässt. Egal, wie es aussieht und wo es herkommt. Essen wird nur weggekippt, wenn es verschimmelt ist oder ich im Supermarkt einen ausgestoßenen Gesichtselfmeter mit derselben Ware im Einkaufskorb gesehen habe.
Blogpost weiterlesen »

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 28. April 2010

Chilenische Acappella-Panflöten-Combo

Balanceakt, der sonst nur von russischen Zirkusakrobaten beherrscht wird.

Konfus in der Ecke rumstehen war gestern.
Heute steht man auf, dreht sich im Kreis und rennt panisch Richtung Panty-Küche Pantryküche, weil der Kaffee ja kurz vorm Überlaufen sein müsste – wenn man ihn nicht bereits vor 10 Minuten fertig gebrüht neben sich auf den Schreibtisch gestellt hätte.

Mancher hat eben das Kurzzeitgedächtnis eines sibirischen Steppenwiesels, welches ja dafür bekannt ist, nicht nur seinen eigenen Namen, sondern oft auch seine Beine und Ohren zu vergessen. Doch ein wenig mehr Hirnleistung wäre im normalen Alltag dann doch ganz praktisch. Die Macht der Klebezettel lässt nämlich leider nach, sobald man Wände und Büromöbel bis auf den letzten Quadratzentimeter zugekleistert hat. Da hilft nur eins: digitale Unterstützung. Nur kann so ein Google Calendar auch mal aus allen Nähten platzen. Oder wunderschön ignoriert in seiner eigenen Suppe kochen.
Blogpost weiterlesen »

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 26. April 2010

Verkehrte Welt

Cola gibt es jetzt wieder in Dosen.

Dosen beim Posen

Ausserdem heißt Twix wieder Raider und Vodafone wird zu Mannesmann. Des Weiteren definieren Vinyl-Schallplatten den Stand der Technik und das Fernsehprogramm beschränkt sich auf ARD und ZDF – die Wochenendunterhaltung besteht also aus “Wetten, dass…?”, “Tatort” und der “Lindenstraße”.
Und ich trage wieder Windeln. Aber nur, weil’s so bequem ist.
Blogpost weiterlesen »

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 25. April 2010

Rausreden

“Mein Konto wurde gepfändet, meine Frau ist schon wieder schwanger und meine Katze erpresst mich mit kompromittierenden Fotos, auf denen ich ein rotes Rührei-Kostüm mit süßem Senf trage.”

Irgendwie muss man sich ja aus der Affäre ziehen, wenn unliebsame Bekanntschaften plötzlich auf wundersame Weise eine Kontaktaufnahme via Telefon starten und man noch dazu geplant hatte, den Nachmittag bei Kaffee und Stuhl in der Sonne zu verbringen.

Pille für den Mann. Wirkt zuverlässig nach 25 Infusionen.

Man ist ja Diplomand diplomatisch. Ein harsches “Ich hab keinen Bock, was mit Dir zu unternehmen!” wird zwar oft bereits im ersten Anlauf mit äusserst geringer Fehlerquote verstanden, führt aber bei friedlebenden Menschen im Nachhinein zu starken Selbstzweifeln und der Erkenntnis, dass man eben doch nur ein mieses, kleines Arschloch ist.

Blogpost weiterlesen »

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 24. April 2010