Archiv für die Kategorie „Kurz notiert“

 

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Preis: auf Anfrage

An einem Tag, der von Waschgangfehlplanungen geprägt ist und an dem man in Jogginghose zum Supermarkt gehen muss, weil sich sämtliche tragbaren Jeans in der Wäsche oder einer anderen Stadt befinden, fragt man sich, ob man im Leben wirklich alles richtig gemacht hat. So im Großen und Ganzen gesehen.
Denn wenn man sogar die weißen Kacheln über der Pinkelrinne des hinterletzten Bierstübchens als Werbeflächen vermieten kann, wieso funktioniert das dann bei mir zuhause nicht?
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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns, Kurz notiert | 2. März 2010

Melancholie-Küchenparty

Auch ein ausgesprochenes Hart-Ei hat unter seiner Titanschale einen butterweichen Lebkuchenkern. Verrückt. Wozu eigentlich?
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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 28. Februar 2010

Kein Mensch braucht Wasser!

Kein Mensch braucht dieses Wasser! Zumindest nicht in Form von Schnee, Eis, salzigem Gehwegbelag, rutschig-körnigem Dreck im Wohnungsflur oder als Bananenersatz im Treppenhaus. Dieses Wasser, das einen an der Ampel hinterrücks aus der Pfütze anspringt, um dann langsam in die Schuhe zu sickern und an der Hose hoch zu krabbeln, mit dem Ziel, die Herrschaft über den Unterleib an sich zu reißen. Eins von all diesen Wassern, mit denen man gewaschen ist. Wasser, das so lange kalt aus der Leitung kommt, bis der verkackte, Erster-Weltkriegs-alte Durchlauferhitzer sich aus dem Ohrensessel bequemt und gemächlich ein Teelicht unter der Wasserleitung entzündet. Genau dieses Wasser, das Berge von vereistem Schnee am Straßenrand auftürmt, so dass man das eigene Auto nur noch mit dem Presslufthammer oder der alten, russischen Nuklearwaffe freibekommt, die man noch im Keller liegen hat.


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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 22. Februar 2010

Wochen-Wände

Es ist Wochenende. Woran man das erkennt? Im Fernsehen kam gerade Werbung für irgendein Lied von “Giovanni feat. Ross Antony”. Um kurz nach fünf. Das ist in etwa so anspruchsvoll und mehrwertig wie “Sauna-Aufguss mit alten Fischköpfen feat. eine Rose in den Hals schieben”. Für sowas wirbt man normalerweise nur vormittags – der Kauf solch pädagogisch wertvoller CDs wird schließlich nur vom Arbeitsamt subventioniert. Um der Vereinsamung der eingekerkerten Sofabiertrinker zuvor zu kommen.
Also muss Wochenende sein. Die Zeit, zu der der gemeine Pöbel ausnahmsweise auch nachmittags noch wach ist und sich die Hucke vollsäuft, da abends ja endlich mal mit mehr als nur drei verlausten Freunden feiern gegangen werden kann.

Der ehrenvolle, ehrliche, geehelichte Arbeitnehmer verbringt das Wochenende da natürlich eleganter als die Turbo-Primitivlinge von der Couch. Mit Wein statt Bier. Und der Kopie eines kubanischen Sonnenuntergangs an der Wand, statt einem Hulk Hogan-Poster von 1982.
Den Wein hab ich schon mal. Den Kunstdruck muss ich dann morgen noch bei Ikea besorgen…

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 22. Januar 2010

Urig rumkneipen

Als Praktikant fühlt man sich ja manchmal dann doch schon wie ein fertiger Ingenieur. Man erhält schließlich eigene Arbeitsaufträge, die man selbstständig und in Eigenregie bearbeiten darf, um sie dann im Anschluss an die Fertigstellung entweder kugelförmig Richtung Papierkorb zu befördern oder im Archiv bis zum jüngsten Gericht zu lagern und anschließend zu vergessen.

Wenn man sich dann eh schon als vollwertige Arbeitskraft sieht, kann man sich ja auch mal wie eine vollwertige Arbeitskraft benehmen – und nach Feierabend das Tageswerk mit einem ordentlichen Bierchen begießen. Wahlweise als Belohnung für die geschaffte Arbeit, oder um die eigene Unproduktivität zu vergessen.
So geschehen Dienstag. Man lebt ja nur siebenmal. Also muss auch die Zeit unter der Woche genutzt werden.
In Hannover gibt es da eine Kneipe, die über die Mauer hinweg bekannt zu sein scheint: Das Plümecke.
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Veröffentlicht in Feierei, Kurz notiert | 22. Januar 2010

Die Dummheit des Menschen ist unantastbar

Jeder kennt das: man läuft fröhlich nach dem Mittagessen am Arbeitsplatz umher…denkt nichts böses…und plötzlich liegt dort eine schlafende, fünfköpfige, feuerspeiende Kuhkassenschlange. Mir nichts, dir nichts hat man sie in der Hand und will sich nur flugs mit ihr in der Teeküche die Nasenhaare schneiden – da entfacht das Monster einen lodernden Brand an einem alten Kaffeefilter, der sich nur durch den Einsatz immenser Mengen von innovativem, neuestem Löschmittel unter Kontrolle bringen lässt: Wasser. Ein bis zwei Glas voll.

Solche Pannen passieren. Jeden Tag in deutschen Büros und Werkstätten. Wer hat noch nicht vom gemeinen Druckluftdarm gehört?
Ja, richtig! Damit ist nicht etwa das Resultat der Kohlfahrt vom Vortag gemeint, sondern in der Tat das, wonach es klingt.
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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 13. Januar 2010

Freitag(zu)früh

5:50 Uhr Der Wecker klingelt. Vollkommen sinnlos, da ich in der Nacht eh gefühlt keine Sekunde geschlafen habe. Trotz Sport und engagierter Biervernichtung am Vorabend. Aber das kann der Wecker ja nicht wissen.

5:55 Uhr Nach einmaligem Snooze erblicke ich das Elend des Tages durch Augen von der Qualität eines EC-Karten-Schlitzes und verlasse das Bett.

6:10 Uhr Nach anfänglichen Überlegungen entscheide ich nach der Waschung, die Rasur auf morgen zu verschieben. In einem Büro voller Kerle kann eine zusätzliche Demonstration von übermäßiger Testosteronproduktion nur förderlich sein.
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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 8. Januar 2010

Zwiebelsuppe am Tag danach.

Wer kennt das nicht? Am Abend gefeiert bis zum Mond. Morgens zerfeiert wie ein Keks, der dem Krümelmonster begegnet ist. Eventuell noch in fremdem Bett aufgewacht, ohne zu wissen, wo die Socken geblieben sind. Dazu nen Schädel wie ein Wetterballon auf nem Heliumtrip.

Wieder zuhause dann katermäßig Bock auf Currywurst Pommes.
Und was steht als einzig erwärmende Mahlzeit im Kühlschrank..?

Zwiebelsuppe!!!!

Blöder kann ein Tag gar nicht Nachmittags beginnen…

Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 2. Januar 2010

Advent, Advent, ein Nipplein brennt

Was für ein wunderschöner dritter Advent. Es schneit nicht, es ist nur mittelkalt, ich besitze weder Adventskranz noch -kalender und der Nikolaus hat mich letztes Wochenende anscheinend von seiner Liste gestrichen, weil ich nicht artig war. Immerhin hält das Internet ein kleines Geschenk für mich bereit:

Rudolf, the Red-Nosed Reindeer

Rudolf, the Red-Nosed Reindeer


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Veröffentlicht in Kurz notiert | 13. Dezember 2009

Nase hoch, Klappe zu

Boahh, das muss ich mir ja noch kurz von den geschwollenen Mandeln schreiben:
Der gemeine Berufspendler sortiert sich ja für gewöhnlich in eines von zwei Lagern ein. Entweder, er quatscht morgens in der Bahn alles dicht, was sich bewegt und in irgendeiner Art und Weise eine Reaktion zeigt (das sind dann meist gleichzeitig Mitglieder der Gruppe der betrunkenen Berufs-Pendler) – oder er ist einfach nur ruhig und froh, mit niemandem ein Wort wechseln zu müssen und sitzt still auf seinem Platz (das ist zum Glück die weit überwiegende Mehrheit, zu der ich mich ebenfalls zähle. Tiefgreifende Gespräche vor Dienstbeginn gehen einfach mal gar nicht).
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Veröffentlicht in Kurz notiert | 10. Dezember 2009