Archiv für die Kategorie „Gedöns“

 

Unilalitätsspielothek

So schaut mein Terminkalender derzeit aus:

Harte, rechtschaffende und organisierte Arbeit

Neben der prokrastinativen Vormittagsgestaltung wird vor allem der Freitagstermin meine geballte Energie und Aufmerksamkeit fordern.
Stressiges Leben, so als Student in der Klausurvorbereitung.


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Veröffentlicht in Gedöns | 8. März 2010

Krea-Tief und Bob, der Busfahrer

Hose sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Kaffee ist heiß, so stark, dass nicht nur ein Löffel sondern gleich eine ganze Besteckschublade darin stehen könnte und von überragender, im-Laden-frisch-gemahlener Qualität. Das Wetter verbreitet gute Laune – zumindest wenn man in den Himmel schaut und die 15 Zentimeter Neuschnee am Boden mal großzügig übersieht.
Und trotzdem geht nix. Hirnblockade. Bock auf nix. Nichtmal Bockwurst. Oder Boxen. Oder Bogenschießen. Oder Borreliose.
An manchen Tagen verteufelt man die Symbiose, die man vor vielen Jahren mit dem Hirn eingegangen ist. Sah ja schließlich nach nem erstklassigen Produktbündel aus: Hirn trifft Körper. Einer plant, der andere setzt um. Der eine knallt sich die Hucke voll, der andere torkelt nach Hause.
Aber heute ist so ein Tag, an dem das Team am Boden liegt. K.O. in der zweiten Runde. Der Körper will flitzen, der Kopp will sitzen. Eine Woche Dauerstrom sind wohl auch für ein so überdurchschnittlich stressresistentes und kuscheliges Gehirn wie meins zu viel.

Vielleicht liegt es aber auch an dem Nahtoderlebnis, welches ich gestern auf dem Weg nach Hause hatte: Busfahren bei Wintereinbruch!


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Veröffentlicht in Gedöns | 6. März 2010

Advertisement-Adventures

Preis: auf Anfrage

An einem Tag, der von Waschgangfehlplanungen geprägt ist und an dem man in Jogginghose zum Supermarkt gehen muss, weil sich sämtliche tragbaren Jeans in der Wäsche oder einer anderen Stadt befinden, fragt man sich, ob man im Leben wirklich alles richtig gemacht hat. So im Großen und Ganzen gesehen.
Denn wenn man sogar die weißen Kacheln über der Pinkelrinne des hinterletzten Bierstübchens als Werbeflächen vermieten kann, wieso funktioniert das dann bei mir zuhause nicht?
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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns, Kurz notiert | 2. März 2010

Grün an Kinder denken

Denk doch bitte mal einer an die Kinder!
Die denken schließlich schon selten genug an sich selbst. Darum gibt’s in Baden-Württemberg seit heute ja auch ein Selbsthilfegebot: nach 22 Uhr kein Schnaps mehr an Tanken und Kiosken. Viele Tankstellen stehen nun vor dem Ruin – wer kauft schon Nachts Benzin oder Diesel, wenn er nicht gerade eine Wohnung anzünden und Spuren vernichten will? Der Versuch, den Umsatzverlust mit preisgünstigen, durch billige willige Osteuropäer-, Minijobber- und Student-innen durchgeführte Nackt-Autowäschen wieder reinzuholen, scheiterte kläglich. Zahlreiche Ehefrauen untersagten ihren Männern prompt die nächtliche Ausfahrt zur Wagenpflege, nachdem die auffälligen Brustspuren auf den nicht ganz streifenfreien Scheiben von fachkundigen Augen sofort entlarvt wurden. Hätten sie mal lieber den vor allem unter Trinkern bekannten Glanz-Alkohol verwendet. Besonders glänzende Auftritte hat man doch bekanntlich eh meist erst unter Alkoholeinfluss.

50%iger Gratis-Glanz-Alkohol


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Veröffentlicht in Gedöns | 1. März 2010

Feiertage und Glückwunschkarten-Hamsterkäufe

Wer ist noch nicht eines schönen Morgens am 1. März aufgewacht und hat sich gedacht: “Ei! Was für ein guter Tag, um 180 + 960 + 288 =  1428 Osterhasen aus dem Lager zu holen und den Laden damit vollzustellen!”? Zugegebenermaßen dürften sowas bisher wohl nur die Einzelhändler unter uns gedacht haben. Und Menschen mit Wachträumen, die auch nach dem Aufwachen noch denken, ihre Schlafanzughose wäre nur deshalb nass, weil sie nachts ja als Meerjungfrau durch die Ostsee gepaddelt sind.

Osterhaseninvasionsvorhut


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Veröffentlicht in Gedöns | 1. März 2010

Melancholie-Küchenparty

Auch ein ausgesprochenes Hart-Ei hat unter seiner Titanschale einen butterweichen Lebkuchenkern. Verrückt. Wozu eigentlich?
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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 28. Februar 2010

Aus, der Traum

Traurig, aber wahr: auch im Leben eines Musterpraktikanten gibt es Kalendereinträge, die wichtiger als jedes Praktikum sind. Zum Beispiel die letzte Prüfung des harten, steinigen und von Leid geprägten Studiums. Da muss man Prioritäten setzen. Entweder weiter in Saus und Braus bei einem (ausreichenden) Hungerlohn leben, in einer klasse WG wohnen und eine Stadt abfeiern, die einem erst jetzt so richtig ans Herz zu wachsen beginnt – oder wieder ab in den Schützengraben des Uni-Bunkers, der zwar im Sommer nen netten Strand hat, aber sonst eher die Attraktivität einer runzligen Kartoffel besitzt.
Karriereschweine entscheiden sich natürlich immer für die Kartoffel. Egal, wie alt und faltig sie ist.
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Veröffentlicht in Gedöns | 24. Februar 2010

Kein Mensch braucht Wasser!

Kein Mensch braucht dieses Wasser! Zumindest nicht in Form von Schnee, Eis, salzigem Gehwegbelag, rutschig-körnigem Dreck im Wohnungsflur oder als Bananenersatz im Treppenhaus. Dieses Wasser, das einen an der Ampel hinterrücks aus der Pfütze anspringt, um dann langsam in die Schuhe zu sickern und an der Hose hoch zu krabbeln, mit dem Ziel, die Herrschaft über den Unterleib an sich zu reißen. Eins von all diesen Wassern, mit denen man gewaschen ist. Wasser, das so lange kalt aus der Leitung kommt, bis der verkackte, Erster-Weltkriegs-alte Durchlauferhitzer sich aus dem Ohrensessel bequemt und gemächlich ein Teelicht unter der Wasserleitung entzündet. Genau dieses Wasser, das Berge von vereistem Schnee am Straßenrand auftürmt, so dass man das eigene Auto nur noch mit dem Presslufthammer oder der alten, russischen Nuklearwaffe freibekommt, die man noch im Keller liegen hat.


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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 22. Februar 2010

Tabak im Kaffee

Seit ungefähr zwei Wochen mache ich eine strenge Salatdiät. Seitdem gibt es keinen Salat. Nur noch Fleisch. Und da das auf Dauer ungesund ist, gönne ich mir stattdessen öfters mal nen Salat. Man will sich ja langsam aber sicher der Bikinifigur nähern und im Sommer auch endlich mal der gehasste Muskelmann am Strand sein, dem alle Frauen hinterherpfeifen und der eine Strandmuschel-kuschel-Einladung nach der anderen einsammelt.

Doch schon die Simpsons wussten: Man findet keine Freunde mit Salat.

Und glücklich wird der Mensch mit dem Grünfraß auf Dauer auch nicht. Denn Fleisch bedeutet Proteine bedeutet Gehirnwachstum. Nicht ohne Grund munkelt man, dass bereits mehrere Nobelpreise quasi erfressen wurden.
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Veröffentlicht in Gedöns | 21. Februar 2010

Die Besten testen

Ich bin Haptiker. Nicht nur bei Brüsten, T-Shirts und Autoinnenausstattungen, sondern bei so ziemlich jedem Produkt, das man im deutschen Einzelhandel käuflich erwerben kann. Ich packe Toilettenpapier vor dem Kauf an, schließe von der Cornflakes-Pappschachtel auf die Qualität ihres Inhalts und kaufe nur Unterlegscheiben, wenn ich sie vorher ausgiebig in den Händen halten konnte. Verrückt, aber so scheint das Hirn sich beim Körper die Rückversicherung für den Kauf holen zu wollen. Wie der Ehemann, der für jeden samstäglichen Bohrmaschinenkauf seiner Frau mindestens vier Paar Schuhe zuschanzen muss, um das Schenkungsgleichgewicht und den Weltfrieden aufrecht zu erhalten.
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Veröffentlicht in Gedöns | 11. Februar 2010