Jungs, aufgepasst: Daiquiri = Mädchendrink.
Hätte mir die Bedienung ruhig mal sagen können, als ich in Erwartung eines kubanischen Barerlebnisses diesen Daiquiri Mulata bestellte. Soo metro schau ich doch nu wirklich nich aus.
Archiv für die Kategorie „Feierei“
Tussitrinkerei
Älterwerdungsresistenz
Geburtstage sind immer wieder ein potentielles Negativhighlight in jedem Hobbyalkoholikerkalender. Nicht nur die ständig zunehmenden, grauen Haare um die Ohren sorgen für Sorgen, sondern vor allem die monotone Näherung an ein Alter, in dem man das Wort “Vernunft” zumindest phonetisch richtig wiedergeben können sollte, steigert von Jahr zu Jahr die Angst vor dem Ehrentag.
Nicht ohne Grund nennen die Franzosen den Geburtstag auch “La petite mort”.
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Hemmungslose Havana-Hüte
Das weltgröße Vollfest Volksfest des norddeutschen Zarenreiches der adligen Flachlandalkoholiker hat die nördlichste, noch erwähnenswürdige Stadt Deutschlands in seinen Bann gezogen:
Die Kieler Woche lockt noch bis zum kommenden Sonntag Süßwassermatrosen, Möchtegernmakrelen und Tiefkühltruhenpiraten an ihre Fressbuden und Saufstände.
Als ausgewiesener Wirtshauswirtschaftsankurbler und passionierter Betrinker Biertrinker lädt der gemeine Pseudo-Student sich natürlich trinkfeste Wochenendgesellschaft ein, um nicht völlig sozialentfremdet der allgemeinen Aufmerksamkeit ob des eigenen Alkoholkonsum ausgesetzt zu sein. Wie bei einer Horde pink gekleideter Schornsteinfeger mit orangenen Bauarbeiterwarnwesten zerstreut sich in der Gruppe das verächtigende Blickwerk der (wenigen) nüchternen Festgäste über multiple Individuen und verletzt zwischenmenschlich korrekt nicht die Gefühle eines Einzelnen.
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Späne ferkeln
Wenn einem langweilig ist, dann kommt man auf die verrücktesten Ideen.
Einige sammeln Briefmarken, andere Telefonnummern. Der eine backt Steine, der andere bringt Staatsanleihen zum Verkauf an den Markt.
Wieder andere kaufen sich baufällige Häuser und entkernen sie, um anschließend die Fassade zu renovieren – oder heiraten. Das sichert nebenbei obendrein Pastoren-Arbeitsplätze, nachdem vielen die Obhut ihrer Kindergruppen entzogen wurde.
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Rangrillen
Die Grillsaison ist offiziell eröffnet!
Zumindest bis 20 Uhr. Ab dann wird’s arschkalt und das raffgierige Rösten reinen Fleisches auf dem Grill mutiert zum Obdachlosen-Look-a-like-Treff an einer brennenden Mülltonne.
Barmbek Dreams
Es gibt Dinge, die muss ein norddeutscher Jung in seiner Jugend mitgemacht haben. Zum Beispiel den Bremer Spuckstein bespucken, besoffen hinterm Deich einpennen, Nachts um vier die Fähre verpassen – oder einmal den Hamburger Fischmarkt besuchen. Was Kragen-hochklappende, Smart-fahrende, pseudo-norddeutsche Muttersöhnchen nur vom sonntäglichen Elternspaziergang kennen, erleben echte Nachtschwärmer frühmorgens als Paradies der Katerernährung. Nirgendwo sonst existiert eine so hohe Dichte an Matjesbrötchen, Backfischpanade und rollenden Möpsen. Das Fünf-Gräten-Frühstück unter den After-Party-Mahlzeiten.
Katertäge
Die gefährlichsten Abende sind bekanntlich die, mit denen man nicht gerechnet hat. Und die, mit denen man rechnen musste. Die Kategorie “Okay, nur 1-2 Bier! Diesmal aber wirklich!” enthält da prädestinierte Kandidaten. Solche, bei denen man aus freiwilliger Selbstkontrolle schon extra wenig Bargeld mitnimmt und sich am nächsten Morgen darüber freut, sogar noch ein paar Scheine übrig behalten zu haben. Um dann einen Tag später im Onlinebanking zu sehen, dass man offensichtlich auch im Vollsuff noch fähig ist, vier Zahlen in der richtigen Reihenfolge in den Geldautomaten zu hacken.
Da geschieht’s einem ganz recht, dass man am Tag danach flach wie ne Flunder in der Koje liegen bleiben muss. Akute Kateritis, ausgelöst durch alkoholile spongiforme Zerphallopathie.
Advertisement-Adventures
An einem Tag, der von Waschgangfehlplanungen geprägt ist und an dem man in Jogginghose zum Supermarkt gehen muss, weil sich sämtliche tragbaren Jeans in der Wäsche oder einer anderen Stadt befinden, fragt man sich, ob man im Leben wirklich alles richtig gemacht hat. So im Großen und Ganzen gesehen.
Denn wenn man sogar die weißen Kacheln über der Pinkelrinne des hinterletzten Bierstübchens als Werbeflächen vermieten kann, wieso funktioniert das dann bei mir zuhause nicht?
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