Archiv für die Kategorie „Feierei“

 

Tussitrinkerei

Jungs, aufgepasst: Daiquiri = Mädchendrink.
Hätte mir die Bedienung ruhig mal sagen können, als  ich in Erwartung eines kubanischen Barerlebnisses diesen Daiquiri Mulata bestellte. Soo metro schau ich doch nu wirklich nich aus.

Szenegetränk ostwestlicher Geldmädchen


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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 30. Juli 2010

Älterwerdungsresistenz

Geburtstage sind immer wieder ein potentielles Negativhighlight in jedem Hobbyalkoholikerkalender. Nicht nur die ständig zunehmenden, grauen Haare um die Ohren sorgen für Sorgen, sondern vor allem die monotone Näherung an ein Alter, in dem man das Wort “Vernunft” zumindest phonetisch richtig wiedergeben können sollte, steigert von Jahr zu Jahr die Angst vor dem Ehrentag.
Nicht ohne Grund nennen die Franzosen den Geburtstag auch “La petite mort”.
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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns, Kurz notiert | 28. Juli 2010

Hemmungslose Havana-Hüte

Das weltgröße Vollfest Volksfest des norddeutschen Zarenreiches der adligen Flachlandalkoholiker hat die nördlichste, noch erwähnenswürdige Stadt Deutschlands in seinen Bann gezogen:
Die Kieler Woche lockt noch bis zum kommenden Sonntag Süßwassermatrosen, Möchtegernmakrelen und Tiefkühltruhenpiraten an ihre Fressbuden und Saufstände.

Als ausgewiesener Wirtshauswirtschaftsankurbler und passionierter Betrinker Biertrinker lädt der gemeine Pseudo-Student sich natürlich trinkfeste Wochenendgesellschaft ein, um nicht völlig sozialentfremdet der allgemeinen Aufmerksamkeit ob des eigenen Alkoholkonsum ausgesetzt zu sein. Wie bei einer Horde pink gekleideter Schornsteinfeger mit orangenen Bauarbeiterwarnwesten zerstreut sich in der Gruppe das verächtigende Blickwerk der (wenigen) nüchternen Festgäste über multiple Individuen und verletzt zwischenmenschlich korrekt nicht die Gefühle eines Einzelnen.

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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 22. Juni 2010

Knowledge Enlargement (feat. Cocktails)

Das Leben eines Primaten Diplomaten Diplomanden ist hart. Freie Wochenenden, die durch gar willkürliche Aneinanderreihung von christlichen Feiertagen mehr als nur grundlos verlängert werden, wollen mit Spiel, Spaß, Spannung und Unterhaltung gefüllt werden. Gar nicht so leicht, wenn man in einer Stadt lebt, deren komplettes Nachtleben man an guten Tagen in zwei Nächten mit dem Fahrrad erschließen kann.

Zumindest die höherklassige Abendgestaltung in Gesellschaft von Menschen, die nicht unbedingt mit der Spritze im Arm oder an der Pillenbox hängend geboren wurden, stellt da manchmal ein Problem dar, das sogar die Architekten der Cheops-Pyramide erblassen lassen hätte.

Cocktails sind da immer eine gute Idee.

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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 25. Mai 2010

Späne ferkeln

Wenn einem langweilig ist, dann kommt man auf die verrücktesten Ideen.
Einige sammeln Briefmarken, andere Telefonnummern. Der eine backt Steine, der andere bringt Staatsanleihen zum Verkauf an den Markt.

Wieder andere kaufen sich baufällige Häuser und entkernen sie, um anschließend die Fassade zu renovieren – oder heiraten. Das sichert nebenbei obendrein Pastoren-Arbeitsplätze, nachdem vielen die Obhut ihrer Kindergruppen entzogen wurde.
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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 10. Mai 2010

Rangrillen

Die Grillsaison ist offiziell eröffnet!

Zumindest bis 20 Uhr. Ab dann wird’s arschkalt und das raffgierige Rösten reinen Fleisches auf dem Grill mutiert zum Obdachlosen-Look-a-like-Treff an einer brennenden Mülltonne.

Durch Sauerstoff zum Hochofen aufgewerteter Zweiweggrill


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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 12. April 2010

Barmbek Dreams

Es gibt Dinge, die muss ein norddeutscher Jung in seiner Jugend mitgemacht haben. Zum Beispiel den Bremer Spuckstein bespucken, besoffen hinterm Deich einpennen, Nachts um vier die Fähre verpassen – oder einmal den Hamburger Fischmarkt besuchen. Was Kragen-hochklappende, Smart-fahrende, pseudo-norddeutsche Muttersöhnchen nur vom sonntäglichen Elternspaziergang kennen, erleben echte Nachtschwärmer frühmorgens als Paradies der Katerernährung. Nirgendwo sonst existiert eine so hohe Dichte an Matjesbrötchen, Backfischpanade und rollenden Möpsen. Das Fünf-Gräten-Frühstück unter den After-Party-Mahlzeiten.

Knuspriges Weizenprodukt mit lebendem Fisch


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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 21. März 2010

Katertäge

Die gefährlichsten Abende sind bekanntlich die, mit denen man nicht gerechnet hat. Und die, mit denen man rechnen musste. Die Kategorie “Okay, nur 1-2 Bier! Diesmal aber wirklich!” enthält da prädestinierte Kandidaten. Solche, bei denen man aus freiwilliger Selbstkontrolle schon extra wenig Bargeld mitnimmt und sich am nächsten Morgen darüber freut, sogar noch ein paar Scheine übrig behalten zu haben. Um dann einen Tag später im Onlinebanking zu sehen, dass man offensichtlich auch im Vollsuff noch fähig ist, vier Zahlen in der richtigen Reihenfolge in den Geldautomaten zu hacken.

Da geschieht’s einem ganz recht, dass man am Tag danach flach wie ne Flunder in der Koje liegen bleiben muss. Akute Kateritis, ausgelöst durch alkoholile spongiforme Zerphallopathie.


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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 12. März 2010

Advertisement-Adventures

Preis: auf Anfrage

An einem Tag, der von Waschgangfehlplanungen geprägt ist und an dem man in Jogginghose zum Supermarkt gehen muss, weil sich sämtliche tragbaren Jeans in der Wäsche oder einer anderen Stadt befinden, fragt man sich, ob man im Leben wirklich alles richtig gemacht hat. So im Großen und Ganzen gesehen.
Denn wenn man sogar die weißen Kacheln über der Pinkelrinne des hinterletzten Bierstübchens als Werbeflächen vermieten kann, wieso funktioniert das dann bei mir zuhause nicht?
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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns, Kurz notiert | 2. März 2010

Bestell eins, bekomm acht, zahl vier

Aus der Reihe “Abende, bei denen das Ende von Beginn an nicht absehbar war”.

Toxic. Vor allem die Knicklichter.

Mein Praktikumsplatzgeber ist ja vorbildlich, was die Betreuung der billigen Arbeitskräfte angeht. Nicht nur, dass wir vergünstigt in der 5-Sterne-Kantine an die königlichsten Speisen aus Dosengemüse und TK-Pangasius herankommen, nein, allmonatlich wird auch ein Stammtisch für die Mindestlohnempfänger organisiert, der betreutes Trinken unter Aufsicht ermöglicht. Auf eigene Kosten. Also..des Praktikanten eigene Kosten. Wer viel trinkt, zahlt auch viel. Wer klug trinkt, zahlt wenig, trinkt aber viel. Also genau das richtige für angehende Diplom-Biervernichter, Bachelor Cocktailtrinker und sogar vereinzelte Magister Schnapstrinker.
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Veröffentlicht in Feierei, Gedöns | 2. Februar 2010