An einem Tag, der von Waschgangfehlplanungen geprägt ist und an dem man in Jogginghose zum Supermarkt gehen muss, weil sich sämtliche tragbaren Jeans in der Wäsche oder einer anderen Stadt befinden, fragt man sich, ob man im Leben wirklich alles richtig gemacht hat. So im Großen und Ganzen gesehen.
Denn wenn man sogar die weißen Kacheln über der Pinkelrinne des hinterletzten Bierstübchens als Werbeflächen vermieten kann, wieso funktioniert das dann bei mir zuhause nicht?
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Archiv für die Kategorie „Feierei“
Advertisement-Adventures
Urig rumkneipen
Als Praktikant fühlt man sich ja manchmal dann doch schon wie ein fertiger Ingenieur. Man erhält schließlich eigene Arbeitsaufträge, die man selbstständig und in Eigenregie bearbeiten darf, um sie dann im Anschluss an die Fertigstellung entweder kugelförmig Richtung Papierkorb zu befördern oder im Archiv bis zum jüngsten Gericht zu lagern und anschließend zu vergessen.
Wenn man sich dann eh schon als vollwertige Arbeitskraft sieht, kann man sich ja auch mal wie eine vollwertige Arbeitskraft benehmen – und nach Feierabend das Tageswerk mit einem ordentlichen Bierchen begießen. Wahlweise als Belohnung für die geschaffte Arbeit, oder um die eigene Unproduktivität zu vergessen.
So geschehen Dienstag. Man lebt ja nur siebenmal. Also muss auch die Zeit unter der Woche genutzt werden.
In Hannover gibt es da eine Kneipe, die über die Mauer hinweg bekannt zu sein scheint: Das Plümecke.
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Damenmodengebäude
Sonntagnachmittag. Einer dieser Sonntagnachmittage, die man getrost aus den Geschichtsbüchern streichen kann. So, wie man den Samstagabend zuvor bereits erfolgreich aus dem Gedächtnis gestrichen hat. Mit ner Flasche Wein. Man(n) muss auch mal dekadent trinken. Immer nur Bier ist ja langweilig und macht dick. Dann schon lieber dem Herzrhythmus auf die Sprünge helfen und die hämodynamischen Effekte nutzen: Ein Glas Wein entspannt bekanntlich das Herz. Nur wie groß das Glas sein soll, hat niemand gesagt.
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Kohltour und die Waldfee Holla
Im Bremer Raum gibt es ja eine furchtbar schöne Tradition, die außerhalb dieser Region leider überhaupt nicht bekannt zu sein scheint: Die Kohl- und Pinkel-Fahrt. Dabei hat das “Pinkel” nicht primär etwas mit Wasserlassen zu tun (ein wenig schon, aber dazu später mehr), sondern die Pinkel ist eine “Grützwurst” (so nennt Wikipedia das zumindest), die nicht nur äußerst lecker aussieht, sondern auch so schmeckt.
Dinner for twenty-two
“The same procedure as last year, Miss Saufindenkopp?” – “The same procedure as every year, Till!”
Wie jedes Jahr sollte auch dieses mal das neue Jahr knackenvoll und im Kreise der liebsten Freunde begrüßt werden. Wie jedes Jahr, so kam auch dieses Jahr Silvester urplötzlich und ohne Vorwarnung. Eine recht späte Terminierung des Neujahrstages sorgte auch dieses Jahr dafür, dass sämtliche Festivitätsplanungen auf den letzten Drücker und zwei Tage vor Silvester stattfinden mussten. Aber unter Stress arbeitet der Mensch ja bekanntlich besonders effektiv. Bei dem einen zeigt sich das durch gesteigerte Atemfrequenz und Schweißperlen auf der Stirn, beim anderen durch ausgeprägte Lethargie in Verbindung mit Arbeitsabweisung und gesteigerter Langsamkeit.
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Rezept: Feuerzangenbowle an gummiertem Holzpenis
Weihnachten. Das Fest der Nächstenliebe. Das Fest der Familie. Das Fest der hemmungslosen Völlerei, gefolgt von hemmungslos haltlosen Vorsätzen, im neuen Jahr ja all den krossen Winterspeck sofort wieder von den Hüften schieben zu wollen. Bei einigen klappt’s. Bei den meisten verhält sich das ganze aber eher wie ein Baumkuchen und legt sich Schicht für Schicht jedes Jahr auf die Sünden des Vorjahres.
Aber auch: Weihnachten, das Fest der Familie 2. Denn jeder hat bekanntlich zwei Familien. Die, gegen die man nichts machen kann – und die, für die man alles tun würde. In meiner Familie 2 hat es sich in den letzten Jahren zur schönen Tradition entwickelt, am ersten Weihnachtsfeiertag das Fest gemeinsam zu ertragen und sich an einem spirituellen Ort zu besinnlicher Trinkerei zu treffen. Der spirituelle Ort ist jedes Jahr der selbe – leicht zu reinigen, ohne wertvolle Gegenstände (bis auf zwei) und so abgelegen, dass man niemanden stört.
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