Wieso Ihr PR-Berater niemals Weißwurst im Blut haben sollte

Besonders wichtig sind ja diese Tage, an denen man das Gefühl hat, außer Blumengießen und Duschen nichts Produktives auf die Kappe bekommen zu haben. Und diese Tage, an denen man erkennt, dass die Zimmerpflanzen offensichtlich doch nicht aus Plastik waren. Tipp vom Profi: wenn ihr eure Heimgewächse gelb werden lasst, verbrauchen sie viel weniger Wasser, als wenn sie grün sind. Logisch, gelb ist eben einfach sparsamer. Oder habt ihr schonmal grünen Diesel an der Tanke gesehen?

Grün ist aber nicht nur die Farbe der Verschwendung, Verschmutzung und Einfältigkeit, sondern auch von innenkopfvermoosten Mediaberatern, wie es sie zum Beispiel in Bayern gibt. Die kamen nämlich unlängst auf die Idee, Touristen anzulocken, indem sie deren Heimatstädte im Vergleich zum knalligen Bayern als grau, trist und langweilg erscheinen lassen. In etwa so:

Illustration: Südweißwurstäquatorische Werbequalität

Im Prinzip ein cleverer Ansatz – allerdings nur bei Heimatstädten, die nun wirklich kein Mensch ernsthaft mehr wiedersehen will. Alle südöstlich von Fulda zum Beispiel. Die Lernkurve dieser Werbemacher scheint also in erster Ableitung noch gegen Null zu gehen. Bis zur nächsten Kampagne haben die kreativen Knickerbockerträger dann zum Glück auch noch Zeit, sich über Ihre Werbeplatzierungen Gedanken zu machen. Denn gemäß Stoiber’schem Hendl-Ei-Problem macht es kommerziell eher wenig Sinn, Werbung für eine Region ausschließlich in dieser Region an die Hauswände zu kleben…

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