Ohralbelästigung mit Hut

Wer hat diesen ollen Baseballspielern damals (es war in den 60ern, wenn ich mich recht zurück erinnere) eigentlich erlaubt, ihre Mützen auch im Privatleben zu tragen? Und wieso finden in so großer Überzahl vor allem degenerierte Totalpfosten diese Schirmmützen so toll? Damit ihnen ihr Resthirn nicht von einem taubblinden Geier geklaut wird? Oder damit die kosmische Strahlung nicht zu Einzellermutationen im hodalen Bindegewebe führt?

Ich verstehe solche Menschen nicht. Weniger Grips in der Birne als Ötzi Kontakte im Telefonbuch und trotzdem der Welt die Weisheiten ihrer Tagträume mitteilen wollen. In Papst-Lautstärke (feat. Mikrofon, versteht sich). Es ist ja löblich, dass sie dem Tinnitus dank Freisprechlautsprecher ein Schnippchen schlagen wollen, aber hey: Tante Ernas Kochrezepte wären mir lieber als Jonnys bildhafte Ausführungen über Jennys Bumsfiedel. Und überhaupt – welches Gesetz regelt eigentlich, was ich als deutscher Steuerzahler (Ha, ja, das bin ich nämlich jetzt! Endlich meckern dürfen.) im öffentlichen Raum an geistigem Gedisse ertragen muss?

Ich hätte ja nichts dagegen, von diesen Kopfdachtypen freundlich und nett angesprochen zu werden. Wie der Kaffeeträger in der Bahn oder der Geldautomat auf der Kneipenmeile. Oder mit nem netten Spruch, á la „Mama, du stinkst!“. Könnte man zumindest faustförmlich drauf antworten.

Aber bis das soweit ist, bleibt wohl nur die Hoffnung auf den nächsten, ganz großen Kopfbedeckungstrend. Leichtentzündliches Löschpapier zum Beispiel. Oder Bierhelme. Oder Gesichtstritte.

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Veröffentlicht in Gedöns am 23. September 2011 um 18:29 Uhr

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