Immer locker hängen lassen

Wochentage sind wie Nachtische (Nachtischse? Nachtaschen?).

Am Montag fällt der Nachtisch aus, weil man damit beschäftigt ist, sein Lebendgewicht in Kaffee aufzutrinken.
Der Dienstag verführt zu vorsichtigem Geknabbere am trockenen Knäckebrot, während man sich
am Mittwoch bereits traut, die Kekse vom Vorjahr auf den Tisch zu stellen.
Donnerstags darf es dann zur Belohnung schonmal ein Eis (ohne Waffel) sein.

Und am Freitag gibt es dann Kuchen mit Bier.

Es mag schockierend klingen wenn man hört, dass diese Art der Trennkost in unseren Breitengraden so verbreitet ist, wie Schweinegrippe in Fischteichen. Das liegt vor allem an der ungünstigen Ausrüstung hiesiger Nachtischlagerstätten. Während man in Schweden Neugeborene bereits kurz nach der Geburt in Knäckebrotboxen aufbewahrt, bleiben Tupper & Co. bei uns auf ihren Plastikkisten sitzen.

Auch Altkekse und Speiseeis scheitern bereits an elementaren Logistikproblemen. Alte Kekse werden aufgrund von fehlendem Lagerraum schon wenige Jahre nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums entsorgt und kugelförmige Tiefkühlschränke mit Löffelfach haben sich bis heute nur in den Pilzhäusern der Schlümpfe durchgesetzt.

Ein Grund mehr, sich von spanischen Gurken abzuwenden und stattdessen den Nachmittag mit produktiver Arbeit zu verbringen. Aber das dann erst ab übernächster Woche wieder.

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Veröffentlicht in Gedöns am 27. Mai 2011 um 19:18 Uhr

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