Kaffee. Das schwarze Gold. Grund zahlreicher Kriege und tiefer Verwürfnisse zwischen alteingeborenen Bohnenstämmen und drehstuhlbesessenen Büromannschaften. Dabei kann dieser wertvolle Rohstoff doch so viel Gutes spenden: erhöhte Reagibilität, Bluthochdruck und dekorative Kosmetik für Cafébesucher. Man muss nur die Regeln kennen.
Die Eine-Tasse-ein-Glas-Regel besagt, dass der menschliche Körper die positiven Botenstoffe einer feinen Tasse Kaffee nur dann optimal aufnehmen kann, wenn ihm zeitgleich ein Glas Wasser zugeführt wird. Verrückt, wenn man bedenkt, dass Kaffee per se schon zu einem Großteil aus Wasser besteht. Aber unser Körper scheint da nicht ganz so clever zu sein, wie wir das gerne hätten.
Ihr erkennt das Problem:
Man macht sich frisch, sucht die beste Sonnenbrille aus Muttis Schmuckschrank heraus, kleidet sich passend zum Latte Macchiato-Glas in einen Hauch von Nichts und bewegt sich elegant rennend in Richtung des völlig überlaufenen Szene-Cafés, um dort genüsslich eine Kaffeespezialität nach Wahl zu genießen und sich vom glotzenden Proletariat die Selbstbestätigung abzuholen, die einem sonst keiner gibt.
Da passt so ein Glas Wasser mal so gar nicht ins Bild. Wodka vielleicht. Aber den gibt’s ja erst ab einem IQ von 18.
Studien belegen, dass über 60% der deutschen Cafégänger bei Kleinstbränden zu Schaden kommen, die mit einem Glas Wasser zu Löschen gewesen wären.
Allein aus Gründen des Selbstschutzes sei also jedem ans Herz gelegt, zum Kaffee stets ein Glas Wasser zu trinken!
Ich für meinen Teil habe meinen neuen, weitwinkelgroßen Kaffeebecher heute bereits zweimal geleert und die Eine-Tasse-ein-Glas-Regel verletzt. Den Rest des Tages spiele ich nun den Kolibri und versuche, mit meinen zittrigen Händen schnellstmöglich eine steile Karriere als Heavy Metal-Schlagzeuger zu beginnen, um aus der ganzen Geschichte zumindest noch finanziellen Profit zu schlagen…
|
|
|
Tags: café, glas, kaffee, latte macchiato, prollos, szene, tasse, wasser
