Uru Altu

8 Meter breiter Schotterweg. Beflipflopter Kerl in der Mitte. Befahrradete Oma von vorn. Klingeln. Harte Ausweichmanöver. Formel 1-Flair.

Kann ich ja nunmal nix dafür, dass ich gern im Mittelpunkt laufe und luftiges Schuhwerk trage, wenn uns der Kachelmann bestes Saharawetter aus dem Knast geschickt hat. Schließlich wollen die Spreiztreter ja auch mal was vom Sommer mitbekommen und nicht immer nur gutbewollt in trendigen Sportgaloschen schmoren wie der Truthahn in Großmutters Vorweltkriegsofen.

Aber im Alter wird man wohl zunehmend unflexibel. Erst, was die Partyverfügbarkeit angeht, dann, was das Pinkeln in Schulhof-Mülleimer angeht – und zu guter Letzt wird dann nicht nur das Kreuz, der Rücken und der Nacken unflexibel, sondern auch all das, was sich unter dem noch verbliebenen Haupthaar als gut durchbluteteter Fleischklops durch die Gegend chauffieren lässt.

Als sahnemäßig betuchter und prall genährter Flachland-Opi werde ich später auch junge Dinger jagen. Mentalitätsbedingt dann aber von der Ladefläche eines Pickups aus und bewaffnet mit Wasserbomben voll Abführmittel.

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Veröffentlicht in Gedöns am 8. Juli 2010 um 11:05 Uhr

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