Als arbeitsloser Student fällt einem so manch sinnloser Krams ein, mit dem man nicht nur den eigenen Tag kurzweilig gestalten sondern auch die Nachbarn in den Tagesablauf interaktiv einbinden kann. Reißzwecken vor dem Fahrradständer verteilen ist so ein Spielchen. Oder das gute alte Kettenfett am Lenkergriff.
Besonders schön ist es auch, die Wäsche anderer Nachbarn aus der Waschmaschine zu nehmen und sie nach Peinlichkeit sortiert auf dem Trockner zu drapieren – beginnend mit dem grauen Feinrippunterhemd und endend mit BHs und Tangas im Retro-Used-Look, wie sie in den Hippie-Pornos der 60er Jahre beliebt waren.
Der gewieft-penetrante Frühaufsteher hat aber natürlich einen Trick, um stinkendem Wäschegefische und unangenehmem Kontakt mit trippergefährdeten Unterhosen zuvorzukommen: Wecker auf 6 Uhr stellen und die Waschmaschine vor allen anderen benutzen. Der Rest des Hauses ist ja sowieso entweder Student oder arbeitslos und hat somit keinen Grund, die Bettenwelt vor 10 Uhr zu verlassen.
Blöd nur, wenn der faule Nachbars-Sack einem dann bereits am Vorabend Steine von der Größe eines schwangeren Schimpansen in den Weg legt und seine Wäsche einfach abends in die Maschine packt, um sie dann über Nacht drin rumschimmeln zu lassen. Affenkind!
Waschmaschinensharing ist einfach nicht das Wahre. Beim nächsten Waschtag bringe ich vorsorglich eine Packung rohe Eier mit, um der waschtrommelbelegenden Nachbarschaft mal zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat…
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