Manchereiner ist ein Sensibelchen. Und heult schon, wenn der Praktikant einen Löffel Kaffeepulver zu viel in die Abteilungsbrühmaschine gekippt hat. Oder wenn die Zwiebeln im Kartoffelsalat aus Griechenland und nicht aus Ägypten stammen.
Ich bin da anders. Ich esse und trinke alles, was mein angeborener Überlebensinstinkt den Gaumen passieren lässt. Egal, wie es aussieht und wo es herkommt. Essen wird nur weggekippt, wenn es verschimmelt ist oder ich im Supermarkt einen ausgestoßenen Gesichtselfmeter mit derselben Ware im Einkaufskorb gesehen habe.
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Archive for April, 2010
Tillopedia, Eintrag Nr. 13020411016
Großer Vorteil, wenn man eine Blumenvase runterschmeißt: mit dem Blumenwasser kann man prima den Boden wischen.
Tillopedia, Eintrag Nr. 13010797990
Es bringt nichts, PDFs einfachs nur herunterzuladen. Man muss sie auch öffnen und lesen.
Subkulturelle Ouvertüre
Olé, olé, super Universitiätsbibliothek, olé!
Das tolle an einer Wohnung, die Wasser anzieht wie Candis-Zucker den Ostfriesen, ist, dass man vom Hausmeister eher oft als selten zu mehr oder minder freiwilligen Ausflügen in die Natur genötigt wird. Während daheim der freundliche Freimaurer Artur unter massiver Anwendung von südslawischen Flüchen den Putz von meiner verschimmelten Außenwand hämmert, suche ich als geschundener Mieter Zuflucht an einem Ort der Ruhe, Konzentration, des Wissens und der Intelligenz.
Zudem wurde mir geflüstert, dass aktives Bibliothekieren gegen Schlafstörungen und Damenbärte an männlichen Nasenscheidewänden hilft.
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Chilenische Acappella-Panflöten-Combo
Konfus in der Ecke rumstehen war gestern.
Heute steht man auf, dreht sich im Kreis und rennt panisch Richtung Panty-Küche Pantryküche, weil der Kaffee ja kurz vorm Überlaufen sein müsste – wenn man ihn nicht bereits vor 10 Minuten fertig gebrüht neben sich auf den Schreibtisch gestellt hätte.
Mancher hat eben das Kurzzeitgedächtnis eines sibirischen Steppenwiesels, welches ja dafür bekannt ist, nicht nur seinen eigenen Namen, sondern oft auch seine Beine und Ohren zu vergessen. Doch ein wenig mehr Hirnleistung wäre im normalen Alltag dann doch ganz praktisch. Die Macht der Klebezettel lässt nämlich leider nach, sobald man Wände und Büromöbel bis auf den letzten Quadratzentimeter zugekleistert hat. Da hilft nur eins: digitale Unterstützung. Nur kann so ein Google Calendar auch mal aus allen Nähten platzen. Oder wunderschön ignoriert in seiner eigenen Suppe kochen.
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Tillopedia, Eintrag Nr. 12875600518
Quietschende Fahrradbremsen lassen sich mit ein paar Tropfen Öl ganz leicht reparieren!
Tillopedia, Eintrag Nr. 12872971097
Wenn man den Wasserkocher einschaltet, kocht er auch Wasser.
Verkehrte Welt
Cola gibt es jetzt wieder in Dosen.
Ausserdem heißt Twix wieder Raider und Vodafone wird zu Mannesmann. Des Weiteren definieren Vinyl-Schallplatten den Stand der Technik und das Fernsehprogramm beschränkt sich auf ARD und ZDF – die Wochenendunterhaltung besteht also aus “Wetten, dass…?”, “Tatort” und der “Lindenstraße”.
Und ich trage wieder Windeln. Aber nur, weil’s so bequem ist.
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Annullierte Nullen
Sieben Stunden Sonne und eine rote Birne.
Da wär noch mehr drin gewesen. Aber leider scheint der Pöbel sich am Vorabend doch nicht so sehr den Arsch blank gesoffen zu haben wie erwartet. Denn gegen Abend gleichen die idyllischen Plätzchen der idyllischsten Hafenstadt nördlich von Neumünster einem Treffpunkt der minderbemittelten Dorfjugend. Die hat das mittags noch eifrig im Kreis gehetzte Moped anscheinend flugs gegen ein Skateboard und eine Tüte Vakuumgehirn eingetauscht.



