Studenten, die viele Bücher lesen, studieren entweder Germanistik oder sind Frauen. Wer am Tag hundert Seiten Skript, Sachbuch oder Wikipedia liest, hat im Normalfall abends keine Lust mehr, sich den kulturellen Ergüssen eines guten, papiergewordenen Autorentraumes hinzugeben.
Im Normalfall.
Ich lese wenig. Nicht mal Bedienungsangleitungen. Mein aktuelles Buch steht seit über einem halben Jahr angelesen im Regal. Erst im Sommer, wenn es sexy, klug und gebildet aussieht, im Café buchlesend einen Latte Macchiato zu schlürfen, werde ich es wieder hervorkramen.
Dieses Buch hier hat aber trotzdem meine Blicke auf sich gezogen. Keine Ahnung, wovon es handelt. Und fürs Café eignet es sich auch eher weniger. Ausser für Gewichtheber in der Sommerpause. Mit geschätzten drei Kilo ist es da mehr eine süße Bettlektüre – für über der Bettdecke. (Das Buch.)
Darum verdient es diese Brust dieses Buch natürlich, hier erwähnt zu werden. Denn zumindest von dieser Seite der Schaufensterscheibe schaut es interessant aus. Der Inhalt ist dabei vollkommen nebensächlich. Im Museum schaut man sich Bilder ja schliesslich auch nur von vorn an und nimmt sie nicht von der Wand.
Vielleicht werde ich mit den Jahren ja doch noch vom Partyschwein zur Bücherratte. Von der Glotzgiraffe zum Lesehamster.
Mit den Jahren. Für heute reicht diese Buchcover-Betrachtung erstmal als pseudokulturelles Interesse für den kompletten nächsten Monat.
|
|
|
Tags: brüste, buch, groß, pseudokulturelles interesse

Antworten