Archive for März, 2010

 

Dipl.-Bibl. Grummologe (FH)

Es hat schon so seine Vorteile, Student zu sein. Nicht nur, dass man im Kino einen ganzen Euro weniger als die arbeitende Bevölkerung zahlt und den Bus dank Semesterticket kostenlos nutzt, während der Rest der Welt entweder vollkommen überhöhte Beförderungsentgelte zahlt oder ständig Ausschau nach Luigi Controlletti halten muss – nein, man darf auch noch gratis Studentinnen hinterhergaffen, sich mit leckerstem Mensaessen herumschlagen und verstaubten, grantigen Bibliothekaren ihr Leben versüßen.


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Veröffentlicht in Gedöns | 31. März 2010

Lächerliche Berichtsbestattung

Ein Studium hat in etwa so viel mit beruflicher Praxis zu tun, wie ein Bagger mit einem Hirnchirurgen. Beide stochern im Dunkeln rum – aber niemand würde auf die Idee kommen, sie auszutauschen. Darum gibt es im Studium Praktika. Gute Idee eigentlich. Neben statistischen Auswertungen der Unfallverteilung bei hohen Drehstuhlrotationsgeschwindigkeiten und Extrem-am-Schreibtisch-sitzen lernt man im Studium ja eh viel zu wenig, was wirklich etwas mit dem späteren Beruf zu tun hat.


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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 31. März 2010

Tillopedia, Eintrag Nr. 11382162274

Ein funktionierendes Kurzzeitgedächtnis kann zweiminütigem Zappen vorbeugen.

Veröffentlicht in Tillopedia | 31. März 2010

Schlaflos in Kielattle

Noch langweiliger als den Papierlocherausleerer im Finanzamt zu spielen ist nur der Job als menschlicher Körper. Nachvollziehbar. Jeden Tag das gleiche Spiel: morgens Aufstehen, abends ins Bett gehen. Aufwachen. Einschlafen. Abwechslung? Fehlanzeige! Wird das Aufwachen einmal aus Jux weggelassen oder schlicht vergessen, folgt umgehend die fristlose Kündigung mit lebenslanger Berufssperre. Karriereende, bevor überhaupt irgendein Pfandbon geklaut werden konnte.


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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 30. März 2010

Servicetangas

Gilt es als kundenorientierter Service, wenn man bei der schnieken Discounter-400-Euro-Kraft den Tanga sehen kann? Ich denke: ja.

Die “Servicewüste Deutschland” ist in Wirklichkeit eine versteckte Oase der freundlichen Kundenverarsche, liebreizenden Angebotserstellung und des knallharten After-Sale-Services! Man muss nur den richtigen Eingang nehmen.

Denn auch Hotlinemitarbeiter können freundlich sein. Wenn man ebenso freundlich ist. Und sie können sich ausziehen. Wenn man sich ebenso auszieht.
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Veröffentlicht in Gedöns, Mädels | 29. März 2010

Tillopedia, Eintrag Nr. 11258401294

Wasserdampf ist heiß.

Veröffentlicht in Tillopedia | 29. März 2010

Miethaare

Mietshäuser sind etwas ungemein praktisches. Auch geringverdienende Menschen (wie Studenten) haben durch sie die Möglichkeit, ein meist dichtes Dach über dem Kopf und drei bis vier Wände um sich herum zu besitzen, ohne große Investitionen tätigen zu müssen. Lediglich eine kleine, monatliche Nutzungsgebühr fällt als Unkostenbeitrag an.

Auch ich nutze ein solches, kostengünstiges Mietangebot. Mit direktem Blick auf die Mauer. Was in Berlin als Audruck von kulturellem Interesse und Bildung angesehen wird, bedeutet bei mir einfach nur, dass ich auf einer Garage wohne und um mich herum nur Häuserwände habe. Fördeblick inklusive. Falls die mal 20 Meter hoch über die Ufer tritt.

Grünflächen direkt vor dem Fenster.


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Veröffentlicht in Gedöns | 28. März 2010

Tillopedia, Eintrag Nr. 11193296532

Entweder das Wetter bleibt so, oder es ändert sich.

Veröffentlicht in Tillopedia | 28. März 2010

Geographischer Gebietspatriotismus

Norddeutschland ist ja schon so’n büschn geil.

Balztanz der Fördeschiffe: kecke Küstenwache kokettiert klobigen Kanaldampfer.

Wegen der Fischbrötchen zum Beispiel. Die sind nicht nur formschön, windschnittig und liegen gut in der Hand, sondern eignen sich auch ideal zur bewussten Ernährung für Menschen, die keine Tiere mit Füßen essen wollen.

Oder Seemannsknoten. Nirgendwo sonst in Deutschland wird Seemannsgarn so kunstvoll zu belastbaren Knoten verdreht, um entflohene Bierfässer einzufangen oder Teebeutel im Wasserbad aufzuhängen.

Weltbier. Und Astra.


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Veröffentlicht in Gedöns, Kurz notiert | 28. März 2010

Tillopedia, Eintrag Nr. 11081180417

Es hat sich als sinnvoll erwiesen, das Glas erst fest mit der Hand zu umschliessen, bevor der Arm Richtung Mund bewegt wird.

Veröffentlicht in Tillopedia | 26. März 2010