Mein Praktikumgeber ist so what from vorbildlich: Diese Woche sind Los Lauschos in der Kantine. Gratis Gehörtests für alle! Und das Maxi-Menü mit einer mittleren Tüte Ohropax, dem McMittelohr und einer großen Gehörgangspülung gibt’s im Sonderangebot.
Nur wie das immer so ist: Beratungstage sind wichtig, interessant und können Menschen helfen – aber der Beratungsstand wird in die letzte Ecke der Kantine verfrachtet, damit er niemanden stört. Und alleine geht da sowieso keiner hin. Einer muss immer den Anfang machen.
Ich. Denn ich habe in letzter Zeit sowieso Probleme mit meinen Ohren. Ich kann doofe Menschen hören. Und das nicht zu knapp.
Jeden Morgen fahre ich ja friedlich (und manchmal sogar fröhlich) mit der Unabhängigkeits-Bahn zur Arbeit. Endhaltestelle: Gesindelallee. Gesindelallee? Gesindel. Alle!
Seit 6 Wochen sehe ich nun jeden Morgen um kurz vor halb acht dieselben hohlen Teenager, die mitten im U-Bahnhof stehen und entweder “Ey, Man!”-Sprüche aus ihren Lungen pressen oder ihre Handylautsprecher und meine Ohren mit drittklassigem HipHop quälen. Wozu eigentlich?
Mir fällt es schwer, solchen Menschengruppen nicht pauschal sämtliche menschlich mögliche Intelligenz abzusprechen. Schließlich scheinen sie ja weder ein ausgeprägtes Sozialverhalten zu besitzen, das über ihr Mikromilieu hinausgeht, noch fällt ihnen nicht auf, wie deppert sie aussehen und wie rücksichtslos sie sich verhalten. Klar, in Afrika laufen Steppenbewohner mit nem Lederlappen vor den Lenden durch die Gegend. In Asien tragen die Frauen Hunde auf den Köpfen, um Männern zu gefallen. Und in Europa trägt man Ed Hardy. Aber die Volllatschen da im U-Bahnhof hätten die Chance gehabt, sich ihre Aussenwirkung frei zu wählen. Und niemand kann mir erzählen, dass die in diesen Klamotten geboren wurden. Das stimmt nicht. Auch die sind nackt geboren worden. Und wenn der Veterinär, der sie aus dem Magen ihrer Mutterkuh gezogen hat, auch nur eine Sekunde mitgedacht hätte, hätte er sie direkt an die Alligatoren nebenan verfüttert.
Diese Leute würde ich gerne mal nicht zu einem Gehörtest sondern zu einem Gehirntest schicken. Dort könnte man dann mal ausgiebig ihre Birne ausleuchten, den Schimmel von der Schädelinnenseite kratzen und neben den Spinnenweben auch noch die ranzigen Ablagerungen zwischen den Hirnwindungen wegputzen. Und je nach Ergebnis (hohl oder sehr hohl) dürfen sie sich dann gerne meinem Projekt hirngold.de zuwenden. Bio-Recycling quasi. Tut eurer Umwelt was Gutes! Recycelt euch selbst und rettet die Menschheit Klugheit!
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Tags: affen, bahn, deppen, gehirntest, gehörtest, gesindel, gesindelallee, hirngold, hirnlose, kantine, klugheit, trottel, u-bahn
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