Gerade habe ich einen Blogpost gelesen, der mich ein wenig nachdenklich macht.
Kurz: es geht um die Schweinegrippe und wie sie sich in die Familie des Autors eingeschlichen hat. Nun ist er infiziert.
Klar, das ist bei tausenden anderen Erkrankten genauso geschehen – aber von keinem habe ich die Erfahrungen und Erlebnisse bisher so detailliert mitbekommen..
Das gibt mir doch zu denken. Seit Wochen überlege ich, mich gegen die “normale” Grippe impfen zu lassen. Die Schweinegrippe war für mich bislang ein Konstrukt der Medien. Panikmache. Etwas, das es zwar geben mag, das meine heile Welt aber nie erreichen würde.
Doch jetzt fange ich an, mir Sorgen zu machen. Ich befinde mich ja seit einem knappen Monat im Praktikum. Seitdem habe ich viele neue Menschen kennengelernt – von Arbeitskollegen über Kunden bis hin zum Außendienst-Supportler. Jeden Tag schüttle ich mehrere dutzend Hände und treffe neue Leute, die ich vorher nie gesehen habe. So spannend das auch alles ist – wäre ich paranoid, würde ich in jeder dieser Personen einen potentiellen Überträger der Grippe sehen. Nun bin ich zum Glück weder paranoid, noch ein Schwarzmaler – aber Realist.
Vor einem Jahr hätte ich mir solche Gedanken ganz sicher nicht gemacht. Da hatte ich nur Kontakt zu meinem Freundeskreis und meinen Arbeitskollegen – eine überschaubare Truppe, bei der ich wusste, was ich an ihnen habe. Doch jetzt ist das eben anders…
Darum denke ich verstärkt darüber nach, mich impfen zu lassen – zumindest schonmal gegen die “normale” Grippe, um dahingehend auf der sicheren Seite zu sein. Dann ist der Körper davor schonmal geschützt und ich laufe nicht Gefahr, mein Immunsystem mit diesem Erreger zu belästigen.
Gegen die Schweinegrippe kann ich mich dann ja immernoch impfen lassen…wenn ich die erste Spritze gut vertragen habe und mich fit genug fühle. Und wenn es fundierte Ergebnisse und Zahlen zu den Nebenwirkungen gibt.
Ich bin kein Angsthase. Ganz im Gegenteil: Ich habe mich in meinem Leben bisher noch nie gegen eine Grippe impfen lassen. Und auch sonst bleibe ich lieber eine Woche krank im Bett als zum Arzt zu gehen. Aber dieses Jahr ist mir das alles nicht geheuer. Und bevor ich weiter wochenlang im Ungewissen bleibe und mir grundlos Gedanken mache, schließe ich das Thema lieber für mich ab und lass mir kurz die Nadel in den Arm rammen.
Momentan ist meine Erkältung vom Wochenende stark auf dem Weg der Besserung. Wenn das die nächsten Tage so weitergeht, bin ich nächste Woche wieder topfit. Ich hoffe, der Werksarzt bietet dann noch die Grippeschutzimpfung an. Die werde ich dann vielleicht mal in Anspruch nehmen.
-Nachtrag-
…als ich diesen Beitrag verfasst habe (vor etwa zwei Stunden), war ich mir noch ziemlich sicher, dass ich nächste Woche zum Werksarzt stapfe. Trotzdem habe ich den Text erstmal sacken lassen und nicht sofort veröffentlicht, weil ich mich ein wenig genauer über das Thema informieren wollte.
Inzwischen sehe ich das alles schon wieder ganz anders. So schnell kann’s gehen!
Denn: Gesundheitsthemen sind schwierige Themen. Werde mich da deshalb am Wochenende mal mit dem Arzt meines Vertrauens genauer drüber unterhalten…
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Tags: grippe, panik, schweinegrippe, sicherheit
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