Vorhin wollte ich jemanden anrufen. Das an sich ist schon ein Highlight und einen eigenen Blogpost wert. Aber heute geht’s um was anderes.
Wie jeder normal-hirnbeschenkte Bürger kann auch ich mir gerade mal meine eigene Handynummer merken und bin froh, wenn ich im Suff die PIN meiner EC-Karte nicht vergesse. Ergo: Wenn ich jemanden anrufen will, suche ich im Telefonbuch meines BlackBerrys.
Nun hat so ein Telefonbuch eine recht sinnvolle Eigenschaft: es ist alphabetisch sortiert. Von A bis Z. Von Alex bis Zischan. Das erleichtert die Suche ungemein! Der Typ, der sich das ausgedacht hat, gehört gekrönt und zum Ritter geschlagen!
Leider hat das ganze aber auch einen entscheidenden Nachteil: Geht man ins Telefonbuch, so ist immer sofort der oberste Eintrag aktiviert. Bei mir war das jahrelang “Alex”. Das ist normalerweise auch nicht schlimm.
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Tastensperre in der Hosentasche selbstständig macht und das Telefon von allein den Weg ins Telefonbuch findet. Das hat schon zu minutenlangen Gesprächen mit einer Person geführt, mit der ich eigentlich eher selten etwas zu tun hatte.
Im laufe der Jahre wurde dann auch ich erwachsen..und der ADAC hat sich die Pole Position in meinem Telefonbuch ergattert. Da wurd’s dann langsam unangenehm – denn nach 3-4 Anrufen pro durchzechter Nacht fangen die ADACler an, sich zu beklagen. Und wenn ich dann mal tatsächlich mit ner Panne in Kasachstan liegenbleibe, will ich schließlich nicht, dass die netten ADAC-Hotliner mich ignorieren.
Also musste eine Lösung her: Der Telefon-Aal!!
Seitdem ziert nun den obersten Platz meines Telefonbuchs der nette Herr Aal. Den kann ich gern zu jeder Tag- und Nachtzeit anrufen, ansimsen und anmailen – den stört das nicht. Denn dem habe ich einfach keine Telefonnummer zugewiesen.
Okay, jeder, der mein Telefonbuch durchstöbert, wird erstmal stutzig – aber bisher hat noch jeder, dem ich diese kleine Geschichte erzählt habe, sich selbst einen Telefonbuch-Aal zugelegt…
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Tags: aal, adac, telefonbuch, trinken
